Kfz-Gewerbe: Dieselkrise gefährdet Existenz von Autohändlern

Hohe Standzeiten Dieselfahrzeuge verkaufen sich schlecht. Der Handel fordert deshalb Hardware-Umrüstungen

"Die Autokäufer sind zutiefst verunsichert, drohende Fahrverbote in den Ballungsgebieten machen gebrauchte Diesel fast unverkäuflich", erklärte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Berlin. Schuld ist die Diesel-Krise. Die Kostenbelastung des Handels sei vor allem aufgrund der vielen hunderttausend gebrauchten Diesel, die auf Halde stehen, und der noch zu erwartenden Leasing-Rückläufer zum Teil existenzbedrohend.

Unverändert große Bedeutung hat das Kfz-Gewerbe dem Verband zufolge auf dem Ausbildungssektor. Einer aktuellen Umfrage des Zentralverbands des Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) unter 1.600 Autohändlern zufolge hat sich der Bestand bei 55 Prozent der Firmen gegenüber dem Sommer letzten Jahres erhöht. Im August waren es noch rund 300.000 Stück.

Auch in den auf die einzelnen Bereiche heruntergebrochenen Umsatzzahlen zeigt sich die Auswirkung der Dieselkrise auf den Gebrauchtwagenmarkt. Das Gebrauchtwagengeschäft musste dabei sogar Verluste hinnehmen - der Umsatz sank um 1,9 Prozent auf 66,3 Milliarden Euro.

Rund 90.000 mehr verkaufte Neuwagen ließen den Umsatz in diesem Geschäftsfeld um fünf Prozent auf 64,1 Milliarden Euro steigen. Der Anteil der Privatkunden am Neuwagengeschäft betrug 35,6 Prozent und ist damit zum zweiten Mal in Folge gestiegen (Vorjahr: 35 Prozent). Nach starkem Wachstum in den vergangenen Jahren gab es nun einen deutlichen Kick (siehe Grafik).

Auch die Zahl der Kfz-Betriebe in Deutschland ging erneut leicht zurück.

Der Artikel "Kfz-Gewerbe: Diesel-Krise schwächt den Handel" wurde am 15.02.2018 in der Kategorie News von Mirko Stepan mit den Stichwörtern Auto, Handel, Neuwagen, Gebrauchtwagen, News, veröffentlicht.

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