Microsoft verpasst Windows 7 und 8.1 Windows Defender ATP

Windows Defender Advanced Threat Protection unterstützt ab dem Sommer auch ältere Windows Versionen sowie Windows Server

Microsoft will die Sicherheit von Windows 7 sowie Windows 8.1 verbessern.

Microsoft hat Windows Defender Advanced Threat Protection für Windows 7 und Windows 8.1 angekündigt.

Jetzt hat Microsoft bekanntgegeben, dass man ab diesem Sommer die Windows Defender ATP Endpoint Detection & Response (EDR)-Funktionalität auf Windows 7 und Windows 8.1 hinzugefügt werden.

Wir halten es für wahrscheinlich, dass Microsoft mit der Umsetzung des Windows Defenders ausschließlich für Windows 7 und 8.1 in der Business-Variante Privatanwender weiter in Richtung eines Umstiegs auf Windows 10 drängen möchte. Hier informiert die Sicherheitslösung ausserdem mit korrelierten Warnmeldungen über bekannte und unbekannte Bedrohungen.

Eine paralle Nutzung zusammen mit Antivirenlösungen von Drittanbietern sei grundsätzlich möglich. Der Einsatz dieser Tools habe den Vorteil, dass sämtliche Sicherheits-relevanten Aktionen in einer Konsole ausgeführt werden können.

Bereits kürzlich berichteten wir darüber, dass Microsofts hauseigener und kostenloser Windows Defender unter Windows 10 vielen, auch im Vergleich mit Antiviren-Software namhafter Drittanbieter, als bester Schutz unter Windows gilt.

Microsoft hatte mit dem Start von Windows 10 Version 1709 aka Fall Creators Update auch das Enhanced Mitigation Experience Toolkit EMET mit im Defender integriert, der dort nun Windows Defender Exploit Guard heißt und Exploits und Malware auf Endgeräten aufgespürt.

Windows Defender ATP für Windows 7 mit Service Pack 1 und 8.1 wird es laut Microsoft ab Frühling 2018 als Preview und im Sommer 2018 final für alle Kunden geben. Bislang hatten die Redmonder Bitdefender, Lookout und Ziften mit ins Boot geholt, um auch die Betriebssysteme Linux, MacOS, iOS und Android zu unterstützen. "Die Endpoint Protection Platform von SentinelOne ist eine integrierte EPP+EDR-Lösung, die statische und verhaltensbasierte KI-Engines verwendet, um mehrschichtige Prävention, Erkennung und Reaktion sowie verschlüsselte Datenverkehrskontrolle mit einem einzigen autonomen Agenten zu ermöglichen". Ausserdem erweitern die Redmonder damit natürlich auch die Zielgruppe für ihren Security-Cloud-Dienst, da viele Unternehmen noch mit den älteren Betriebssystem arbeiten. Allerdings dürfte dieses Zugeständnis den Wechsel zu Windows 10 bei so mancher Firma weiter hinauszögern, denn der herkömmliche Software-Support für Windows 7 läuft noch bis January 2020.

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