Umfrage - Stimmung in VW-Belegschaft nach Skandalen im Keller

Nicht nur der VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh ist unzufrieden mit der Aufklärungsarbeit von der VW-Führung um Konzernchef Matthias Müller sondern auch die Mitarbeiter. Quelle dpa

Hamburg (Reuters) - Dieselskandal, Kartellvorwürfe und Affentests: Die Stimmung unter den Beschäftigten bei Volkswagen ist auf dem Tiefpunkt. Der "Bild" liegen die Ergebnisse vor.

Insgesamt nahmen 51 401 Arbeiter an der Riesen-Umfrage teil. Betreut wurde sie von Professor Dr. Ludger Pries von der Ruhr-Universität Bochum. Und die sollten die Vorstandsmitglieder in Alarmstimmung versetzen: Zwei Drittel der Angestellten halten die Arbeit des Vorstands für "nicht überzeugend". Nur ein Drittel sieht in der Realität die von den Bossen versprochene "Verbesserung der Unternehmenskultur".

Dem Zeitungsbericht zufolge bewerteten die Arbeitnehmer zudem die Aufklärung nach dem Diesel-Skandal als ungenügend. Die Mitarbeiter fühlten sich kaum eingebunden und kritisierten, dass sie nahezu alle Informationen aus den Medien und nicht von ihren eigenen Chefs erführen. Weniger als die Hälfte hat das Gefühl, tatsächlich zur Zukunftsfähigkeit des Konzerns beitragen zu können. Deshalb glauben sie auch nicht, dass der Vorstand langfristig mit ihnen plant.

Die Wut auf die Bosse ist nicht die einzige Baustelle beim Autobauer. Ganze 43 Prozent halten "langfristige negative gesundheitliche Auswirkungen" an ihrem Arbeitsplatz für möglich. Mit personellen Entscheidungen in ihrem Umfeld sind mehr als die Hälfte der Angestellten nicht einverstanden. Der Betriebsrat habe bereits damit begonnen, die Belegschaft zu informieren, sagte ein Insider. Beide wollten nun gemeinsam eine Strategie entwickeln, um die schlechte Stimmung zu beheben.

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