Berlinale 2018: So bekommt Ihr Tickets für das Festival

Filmstill aus Don’t Worry He Won’t Get Far on Foot von Gus van Sant mit zwei Männern beim Gespräch auf Veranda vor Haus

Es ist eine Premiere im doppelten Sinne, wenn die Berlinale heuer mit Wes Andersons "Isle of dogs" erstmals in der Festival-Geschichte mit einem Animationsfilm eröffnet wird.

Die Berlinale gilt als einer der wichtigsten Branchentreffs der internationalen Filmindustrie sowie als größtes Publikumsfilmfestival der Welt. Vor den Schaltern in den Arkaden am Potsdamer Platz bildeten sich am Montag lange Schlangen. Die sechsköpfige Jury - drei Frauen und drei Männer - wählt aus 19 Wettbewerbsbeiträgen die Gewinner der Silbernen und des Goldenen Bären. Die #MeToo-Debatte um Missbrauch in der Filmbranche dürfte dieses Jahr das Filmfestival prägen. "Wir haben in diesem Jahr Arbeiten von Leuten nicht im Programm, weil sie für ein Fehlverhalten zwar nicht verurteilt worden sind, es aber zumindest zugegeben haben", sagte Direktor Dieter Kosslick der "Neuen Osnabrücker Zeitung"(Samstag). Zudem werde es Beratungsangebote für alle Besucher geben, die Diskriminierung oder Belästigung erlebten oder beobachteten, hieß es. Festivaldirektor Dieter Kosslick betonte, ein koreanisches Gericht habe den Vorwurf der sexuellen Nötigung mangels Beweisen zurückgewiesen. Die Schauspielerin Claudia Eisinger hat Kosslick über die Internet-Plattform change.org sogar dazu aufgefordert, den roten Teppich schwarz einzufärben. Der Vertrag von "Mr. Berlinale" endet 2019 nach 18 Jahren. Insgesamt zu sehen gibt's rund 400 Filme. Aus Deutschland sind vier Filme im Rennen. Einen gleitenden Übergang als Doppelspitze mit seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger, der angedacht war, hat er aber nun ausgeschlossen. "In den Gängen" von Thomas Stuber handelt von der Arbeitswelt im Großmarkt.

Aber die thematischen Zugänge sind heuer breit gestreut, vom norwegischen Film "Utoya", der das Attentat des Rechtsextremisten Breivik in Norwegen 2012 aus Sicht der Opfer rekonstruiert, bis hin zu Künstlerporträts, wie der deutsch-französisch-österreichischen Koproduktion "3 Tage in Quiberon" über Romy Schneider - mit Marie Bäumer und Birgit Minichmayr in den Hauptrollen.

US-Regisseur Gus Van Sant ist mit "Don't Worry, He Won't Get Far on Foot" über den Zeichner John Callahan vertreten. Dieter Kosslick leitet die Berlinale seit 2001.

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