Cisco kehrt auf den Wachstumspfad zurück

Cisco gibt Trumps Steuergeschenk an Aktionäre weiter

Nach der US-Steuerreform fließen Auslandsmilliarden amerikanischer Firmen ins Heimatland. Diese Rechnung scheint nicht aufzugehen, da das Großteil des repatriierten Geldes an die Aktionäre der Großkonzerne zurückfließt. Das nächste Beispiel dafür liefert Cisco. Der Netzwerkspezialist Cisco will nun Geldreserven von 67 Milliarden Dollar in die USA holen. So sollen 25 Milliarden Dollar in einen Aktienrückkauf fliessen.

Bei Cisco sorgte die Steuerreform im vergangenen Quartal allerdings zunächst für tiefrote Zahlen.

Bisher mussten auf die Auslandsgewinne erst Steuern bezahlt werden, wenn sie in die USA überwiesen wurden.

Grund war eine Einmalbelastung von 11,1 Milliarden Dollar in Zusammenhang mit den geänderten Steuergesetzen gewesen. Im zweiten Quartal sei unter dem Strich ein Minus von 8,8 Milliarden Dollar (7,13 Milliarden Euro) gestanden, nach einem Plus von 2,3 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Das operative Ergebnis legte unterdessen um sechs Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Nach der Steuerreform wird auf die Reserven eine Abgabe von bis zu 15 Prozent fällig, selbst wenn sie im Ausland bleiben sollten. Cisco hatte zuletzt Geldreserven von rund 74 Milliarden Dollar, mehr als 70 Milliarden davon befanden sich ausserhalb der USA. Auch der iPhone-Konzern deutete bereits an, dass man großzügig an die Aktionäre ausschütten werde. Er sei "kein Fan" solcher Schritte, sagte Apple-Chef Tim Cook diese Woche bei der Hauptversammlung.

Der Netzwerk-Spezialist Cisco Börsen-Chart zeigen bringt nach der US-Steuerreform Geldreserven in Höhe von 67 Milliarden Dollar in die USA.

Der Umsatz hingegen stieg um 2,7 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar, womit der erste Anstieg eines Quartalsumsatzes seit über zwei Jahren erzielt wurde und der zudem über den Erwartungen der Analysten zu liegen kam.

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