Holdener verpasst Olympia-Gold um fünf Hundertstel!

Mikaela Shiffrin

Bestens gelaunt war auch Hansdotter, die nach Pernilla Wiberg (Gold 1992 im Riesentorlauf und 1994 in der Kombination) und Anja Pärson (Gold 2006 im Slalom) zur dritten alpinen Ski-Olympiasiegerin aus Schweden avancierte. Einziger Wehmutstropfen: Der schwedische König Carl Gustaf weilt zwar in Südkorea, verpasste aber den Gold-Lauf der Schwedin. Sie war als Zweite in den zweiten Durchgang gegangen, hielt das Tempo hoch, fuhr zielstrebiger und rasanter als Holdener und entriss der Schweizerin, die nach dem ersten Lauf geführt hatte, noch den Sieg. Ihre Fahrt reichte lediglich zum 4. "Ich war richtig cool am Start, aber dass es zur Bronzemedaille führt, hätte ich nie gedacht", sagte Gallhuber im ORF-Interview, "schon die Nominierung war ein Traum, und jetzt habe ich eine Medaille". Es wäre zu schön gewesen, hätte Holdener ausgerechnet im wichtigsten Rennen ein erstes Mal im Slalom triumphieren können.

Damit setzte sie die Serie der Medailliengewinner aus Göstling fort. "Meine besten Slalomschwünge sind die besten der Welt".

Marina Wallner
Marina Wallner schlängelt sich durch die Tore

Im ersten Lauf fuhr sie verkrampft, zu vorsichtig. "Das ist extrem schön", sagte Holdener unmittelbar nach ihrem Rennen. Lena Dürr aus Germering schied im ersten Lauf bereits nach acht Sekunden und einem Einfädler aus. "Dass es so weit nach vorne geht ist eigentlich unglaublich", strahlte die erste 20-Jährige. "Das ist toll, ein unglaubliches Gefühl". In dieser Saison gelang ihr der Abfahrtserfolg - beim vierten Versuch in dem Wettbewerb. Doch die Aufregung und die Emotionen durch Riesenslalom-Gold tags zuvor, die Siegerehrung, das späte Zubettgehen, all das brachte Shiffrin um ihren gewohnten Rhythmus. Für die Slalom-Königin blieb diesmal nur "Blech", sprich Platz vier. "Ich bin sehr enttäuscht". Doch Eileen Shiffrin, gleichzeitig Trainerin, ließ es geschehen: "Das war wie ein neues Spielzeug für sie: Ich kann Parallel, Slalom, Riesenslalom, Abfahrt". Die 22-jährige geht als Top-Favoritin ins Rennen.

Die zweitplatzierte Holdener konnte sich erneut nicht in einem Slalom durchsetzen. 20 Hundertstel lag sie bei Halbzeit vor der Schwedin Frida Hansdotter. "Das habe ich oft gezeigt", sagte sie, nachdem sie den ersten Schock überwunden hatte. Eine große Verliererin des Tages war auch Petra Vlhova. Die Leistung der Junioren-Vize-Weltmeisterin von 2016 im Slalom solle auch ein Ansporn für ihre Teamkolleginnen sein: "Genauso muss man ans Werk gehen, wenn man was reißen will".

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