Kunasek gibt Eurofighter wieder eine Chance

Die Kampfflugzeuge werden auch von der österreichischen Luftwaffe eingesetzt. Quelle obs

Auch das Weiterbetreiben eines Zwei-Flotten-System ist eine Möglichkeit. Das Problem wird sich noch verschärfen, weil Österreich die veraltete Tranche I einsetzt, bei der die Ersatzteilbeschaffung künftig teurer wird. Die Saab-Jets sind 2020 an ihrem Lebensende und müssen ersetzt werden. Die Expertenkommission im Vorjahr hat dazu geraten, diese nicht nachzubeschaffen, sondern auf einen einzigen Flottentyp zu setzen. Sein Stellvertreter wird der Leiter der ersten Kommission, Luftstreitkräftechef Generalmajor Karl Gruber. Kunasek beruft nun eine "Evaluierungskommission" ein, die die Ergebnisse der Doskozil-Kommission (Soko "Aktive Luftraumüberwachung") um "neue Informationen und Optionen" erweitern soll. Und die Mitarbeiter werden großteils dieselben sein, nämlich die Luftfahrtexperten des Bundesheers. Kunasek verzichtet auf die Beiziehung externer Experten.

Die neue Kommission soll auf die Ergebnisse der ersten aufbauen, hat aber den Auftrag, völlig ergebnisoffen zu arbeiten. Denn nun will man "neue Informationen" einarbeiten: Seit Abschluss der letzten Kommission haben die schwedische und die amerikanische Regierung konkrete Kostenangaben gemacht, falls Österreich ihnen Flugzeuge abkauft. Und auch Eurofighter hat sich mit einem "Flatrate-Angebot" für die Betriebskosten zu Wort gemeldet. Dazu haben die Eurofighter-Nationen Italien und Großbritannien Angebote zur Senkung der Wartungskosten und für eine gemeinsame Pilotenausbildung abgegeben.

3 Welche Varianten gibt es überhaupt?

Derzeit wird der österreichische Luftraum von 15 Eurofightern Typhoon der Tranche 1 und zwölf Saab 105 überwacht. Eigentlich ließ Vorgänger Hans Peter Doskozil (SPÖ) schon vor acht Monaten Modelle für die neue Luftraumüberwachung berechnen. Ein Selbstschutzsystem fehlt. Wenn der Eurofighter weiterbetrieben werden würde, müsste er aufgerüstet werden.

Als mögliche günstigere Alternativen zum Eurofighter bieten sich zwei Flieger an: Die schwedischen Gripen und die amerikanischen F16. Im Idealfall kauft der Hersteller sie wieder zurück, tut er das nicht, müssten sie verschrottet werden.

Kunasek, der am Donnerstag seine erste Pressekonferenz im Verteidigungsministerium abhielt, kündigte an, dass die Kommission "völlig ergebnisoffen arbeiten wird".

Vorerst einmal gar nichts. Das Strafverfahren gegen den Konzern wegen des Verdachts des Betrugs und der Täuschung, das aufgrund einer Anzeige des Ministeriums eingeleitet wurde, läuft weiter und kann vom Verteidigungsressort gar nicht gestoppt werden. Die Vorschläge und Empfehlungen der Kommission wird der Minister beurteilen und der Bundesregierung einen Vorschlag unterbreiten. Wohl aber könnte der Minister im Zuge der Verhandlungen auch gleich über zivilrechtliche Ansprüche der Republik - im Raum stehen Schadenersatzforderungen von bis zu 1,1 Milliarden Euro - mitverhandeln.

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