Netanjahu bringt Trümmer einer abgeschossenen Drohne nach München

USA Deutschland sollte Handelsbeziehungen zu Iran überdenken

Als Reaktion auf die Drone flog Israels Luftwaffe in mehreren Wellen Angriffe in Syrien und bombardierte nach eigener Darstellung "iranische Ziele" und die Luftabwehr. Auslöser der Luftangriffe war nach Angaben Israels eine iranische Drohne, die von Syrien aus in den israelischen Luftraum eingedrungen sei. Netanjahu hielt dabei ein Metallteil hoch, das nach seinen Worten Teil einer Drohne sein sollte, die in den israelischen Luftraum eingedrungen war. In seiner Rede, die genau zwei Stunden vor dem Auftritt des iranischen Außenministers getaktet war, fokussierte sich Netanjahu auf den Iran. Sarif, der als Architekt des Atomabkommens und eloquenter Verteidiger der Politik des iranischen Regimes gilt, wird am Sonntag auch auf der Konferenz sprechen. Israel werde es nicht zulassen, dass dem Land "eine Schlinge des Terrors" umgelegt werde. "Stellen Sie Israels Entschlossenheit nicht auf die Probe", warnte er ihn. Auch die aktuellen Spannungen mit Israel und die Rolle des Irans im Syrien-Krieg dürften Sarif in München beschäftigen. Teheran unterstützt die aus Libanon stammende schiitische Hisbollah-Miliz, die an der Seite von Syriens Präsident Baschar al-Assad kämpft. Teheran arbeite weiter an der Entwicklung ballistischer Raketen.

Zugleich habe die von Iran ausgehende Gefahr einen "positiven Effekt", weil sie Israel und die arabischen Länder in der Region näher zusammengebracht habe, sagte Netanjahu. Den iranischen Außenminister Sarif bezeichnete Netanjahu als Lügner und Teil der iranischen Tyrannenherrschaft.

Israel werde es nicht zulassen, dass Iran eine "dauerhafte militärische Präsenz in Syrien" aufbaut, sagte Netanyahu.

Es ist Netanjahus erster Besuch in Deutschland seit den Verstimmungen in den deutsch-israelischen Beziehungen Anfang vergangenen Jahres. Vielleicht entstehe daraus sogar eine "größere Chance" für einen Frieden mit den Palästinensern.

Der Grund war damals, dass sich der deutsche Gast in Israel auch mit Vertretern der regierungskritischen Nichtregierungsorganisationen "Breaking The Silence" und "B'Tselem" getroffen hatte.

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