Studie: Fertignahrung könnte das Krebsrisiko steigern

Forscher verglichen den Verzehr von Industrienahrung mit Krebsdiagnosen

Tiefkühlpizza, Lasagne oder Fischstäbchen: Fertiggerichte können eine echte Rettung sein, wenn es nach einem langen Arbeitstag in der Küche schnell gehen soll.

Menschen mit hohem Konsum an stark verarbeiteten Lebensmitteln haben ein höheres Krebsrisiko.

Die Forscher betrachteten Daten von fast 105.000 französischen Erwachsenen, die über einen Zeitraum von acht Jahren Auskunft über ihren Konsum von 3300 verschiedenen Lebensmitteln gaben. Das schreiben französische Forscher um Thibault Fiolet von der Universität Paris 13 im Fachjournal "British Medical Journal". Das Krebsrisiko steige insgesamt um zwölf Prozent.

"Stark verarbeitete Lebensmittel" im Sinne der Studie sind etwa Tiefkühlgerichte, abgepacktes Brot und industrielle Brötchen, Frühstücksflocken, Fertigpizza und -kuchen, Chips, Desserts, Limonaden, Fisch- und Hähnchen-Nuggets oder auch Instant-Nudeln und -suppen. Außerdem entstünden durch das Erhitzen der Gerichte neue chemische Substanzen.

Die Forscher betonten zudem, dass nicht so stark verarbeitete Lebensmittel - wie beispielsweise Dosengemüse - das Krebsrisiko nicht ansteigen ließen. Auch die Verpackungen könnten Bisphenol A enthalten, das im Verdacht steht, eine krebserregende und fortpflanzungsschädliche Wirkung zu haben.

Die Studie löste Kritik aus: Der Ernährungswissenschaftler Ian Johnson vom englischen Quadram Institute Bioscience sagte, die Wissenschaftler hätten die Definition des industriell gefertigten Essens zu weit gefasst. Es sei zudem falsch zu sagen, dass Industrie-Speisen stets nährstoffärmer seien als daheim oder von Bäckereien und Küchen hergestelltes Essen.

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