Covestro will Dividende um 63 Prozent erhöhen

Der Spezialchemiekonzern Covestro blickt nach einem Gewinnsprung im Jahr 2017 optimistisch in die Zukunft.

Der Leverkusener erreichte im Geschäftsjahr 2017 auch bei weiteren zentralen Kennzahlen starke Ergebnisse: Bei anhaltend hoher Anlagenauslastung nahmen die abgesetzten Mengen im Kerngeschäft auf Konzernebene um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Das EBITDA wird ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Beides ist mehr, als Analysten im Mittel erwartet hatten. Für das erste Quartal 2018 rechnet das Unternehmen mit einer deutlichen Steigerung beim EBITDA gegenüber dem ersten Quartal 2017. Die durchschnittlichen Gewinnerwartungen des Marktes für 2018 dürften ihrer Meinung nach damit steigen. Die im MDax notierten Papiere stiegen am späten Vormittag an der Index-Spitze um 2,33 Prozent auf 92,10 Euro. Seit dem Börsengang im Jahr 2015 hat sich der Kurs in etwa vervierfacht.

Den Umsatz steigerte der Konzern 2017 um knapp 19 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Covestro 2 Milliarden Euro - nach 795 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Es läuft rund bei Covestro, der ehemaligen Kunststoffsparte von Bayer. Covestro plant, eine Dividende in Höhe von 2,20 EUR je Aktie (Vorjahr: 1,35 EUR) auszuschütten.

Angetrieben durch eine höhere Nachfrage nach hochwertigen Kunststoffen sowie signifikant höhere Margen hat das Unternehmen den Konzernumsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr um 18,8 Prozent auf 14,1 Mrd. Euro oder bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zurückzukaufen. Bis Mitte 2019 soll das Programm abgeschlossen sein.

Den größten Gewinnbeitrag lieferte 2017 das Geschäft mit Stoffen für Hart- und Weichschäume etwa für die Auto- und die Bauindustrie. Im Geschäft mit Materialien für harte Kunststoffe (Polycarbonate) betrug der Ergebniszuwachs rund ein Fünftel, während das Ebitda im kleinsten Segment - dem Geschäft mit Stoffen für Lacke, Beschichtungen und Kleber - unter anderem wegen höherer Rohstoffkosten fiel. Das CAS-Segment sei die einzige Enttäuschung gewesen, schrieb Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank. Euro zu generieren, bereits nach drei Jahren zu erreichen. Beim Mengenwachstum im Kerngeschäft rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Aufgrund der hohen Mittelzuflüsse entschied der Vorstand der Covestro AG im Oktober 2017 zudem, eigene Aktien in Höhe von bis zu 1,5 Mrd.

Um weiter von der Entwicklung der Kundenbranchen profitieren zu können, will Covestro nun mehr Geld in die Hand nehmen. Für das Jahr 2018 soll der ROCE annähernd das Niveau von 2017 erreichen. Euro mehr als verdoppeln. Auch wegen der Gewichtsersparnis durch Kunststoffe sowie der vielfältigen, anpassbaren Produkteigenschaften sieht sich Covestro als ein Profiteur der Elektromobilität sowie des energieeffizienten Bauens. Zudem schaut sich der Konzern weiter nach Übernahmezielen um.

Bei Polycarbonates erhöhten sich die Mengen im Kerngeschäft um 5,0 Prozent - auch hier trugen alle drei Regionen zum Wachstum bei. Allerdings seien die Preise für Übernahmen aktuell sehr hoch, sagte Konzernchef Thomas.

Der Kunststoffspezialist mit weltweit rund 16 200 Mitarbeitern war vor dem Börsengang im Herbst 2015 als Bayer MaterialScience bekannt.

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