Ein letztes "Farvel": Abschied von Prinz Henrik

Beisetzung Prinz Henrik

Heute Dienstag wurde der Gatte von Königin Margrethe II. in der Schlosskirche von Christiansborg in Kopenhagen beigesetzt. Mit Tränen in den Augen, doch einem Lächeln auf den Lippen nahm die 77-Jährige Abschied von ihrem geliebten Mann.

Neben Dänemarks Königin Margrethe II., ihren Söhnen Frederick und Joachim sowie deren Familien waren auch Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen und einige andere Personen bei dem privaten, emotionalen und außergewöhnlich ehrlichen Trauergottesdienst dabei. Die Beisetzung wird am Dienstag auf Wunsch des Prinzen im engen Familienkreis mit nur wenigen Gästen stattfinden. Zudem lagen mehrere Hundert farbenfrohe Blumenkränze im Kirchenschiff.

Wegen des schlechten Gesundheitszustands seines Vaters brach Kronprinz Frederik seinen Aufenthalt bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea ab und eilte zu seinem Vater. "Bunt, unberechenbar, unerschrocken, französisch!" Für ihn sei das eine Frage der Ebenbürtigkeit und Gerechtigkeit gewesen.

Prinz Henrik hatte bis zum Schluss damit gehadert, dass er nie den Titel König bekam.

Nach einer Lungenerkrankung ist Prinz Henrik, †83, am 13. Februar 2018 im Beisein seiner Familie gestorben. Vor allem in seiner Rolle als Opa - als "Grand Papa", wie die Enkel ihn nannten - war Henrik in den letzten Jahren aufgegangen. Damit gewann er auch immer mehr Sympathien bei den Dänen, die ihm anfangs sehr skeptisch begegnet waren. Er war in eine dänische Flagge mit seinem persönlichen Wappen gehüllt. In diesem Moment werden alle Flaggen im Land, die eine Woche auf halbmast wehten, wieder voll gesetzt. Die Kirchenglocken läuteten. Es klangen Salutschüsse.

Nach der Trauerfeier wurde Prinz Henriks Sarg aus der Kirche getragen.

Henrik hatte verfügt, dass seine Leiche eingeäschert wird.

So bewegt habe man die Königin noch nie gesehen, kommentieren dänische Medien. Stattdessen wird ein Teil seiner Asche über dem Meer verstreut, ein weiterer Teil soll in einer Urne in den Garten von Schloss Fredensborg. In einem Zeitungsinterview erklärte er, er sei im Leben nie mit seiner Frau gleichgestellt gewesen und wolle dies deshalb auch nicht nach dem Tod.

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