Fußball-Fan stirbt nach Herzattacke während Bundesliga-Spiel

Ralph Hasenhüttl bestreitet mit RB Leipzig gegen Frankfurt ein Montagsspiel

Dass unmittelbar vor dem Einlaufen der Mannschaften über die Stadionlautsprecher Bob Geldofs Rockklassiker "I don't like Mondays" erklang, war ein weiterer kleiner Seitenhieb gegen die DFL.

Eintracht Frankfurt empfängt am Abend RB Leipzig. Bereits im Vorfeld des Montagsspiels gab es heftige Kritik.

Frankfurt/Main. Fans im Innenraum und Tennisbälle auf dem Spielfeld: Das Montagsspiel zwischen Leipzig und Frankfurt wurde von massiven, aber friedlichen Protesten begleitet. An allen Tribünenabschnitten der Commerzbank Arena hingen Transparente mit Aufschriften wie "Fankultur muss leiden, Einschaltquoten steigen" oder "Der DFB steht für die komplette DeMONTAGE der Fankultur". Das war dann im wahrsten Sinne des Wortes so zu verstehen.

Montagsspiele kommen bei den Fans in Deutschland nicht gut an. Fans werfen der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor, dass mit den Spielen am Montag noch mehr Medienerlöse erzielt werden sollen.

Aber wenn ihre Mannschaft so energisch und erfolgreich weiterspielt, wird die Eintracht in der nächsten Saison zu den wenigen Vereinen gehören, die von dieser verhassten Spielplan-Reform profitiert. Das teilte Eintracht-Pressesprecher Jan Strasheim nach der Partie mit. Normalerweise ein Schreckensszenario für alle, die mit Sicherheit im Stadion betraut sind. Das sei der Grund gewesen, warum zehn Ausweichtermine beschlossen wurden - fünf an Sonntagen, fünf an Montagen.

"Am Ende ging der Ansatz auf, die Proteste zu tolerieren", sagte Hellmann.

"Wir haben gekämpft und uns reingehauen", sagte Siegtorschütze Boateng. Nur die rund 300 RB-Fans skandierten Lieder wie an jedem anderen Tag, an dem Bundesligaspiele normalerweise so stattfinden. Im Fokus standen die Fans der Eintracht, die unter anderem mit Trillerpfeifen, Bannern, einem kontrollierten Innenraum-Aufmarsch und einem Tennisball-Hagel friedlich ihren Unmut über die ungeliebte Terminierung zum Ausdruck brachten.

Beim Montagabendspiel zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig (2:1) ist ein Stadionbesucher nach einer Herzattacke ums Leben gekommen. Fanproteste rücken das Sportliche in den Hintergrund - die Deeskalation der Frankfurter Verantwortlichen funktioniert dennoch. mehr. Denn für viele Top-Spieler ist es immer wieder attraktiver einen Vertrag beispielsweise in Großbritannien zu unterscheiben. In der 13. Minute ging RB Leipzig durch Jean-Kevin Augustin in Führung, die Vorarbeit leistete der Salzburger Laimer. Noch lauter wurde es, als Boateng vier Minuten später das zweite Tor der Eintracht schoss. Leipzig schien dagegen zunehmend beeindruckt von der ungewöhnlichen Atmosphäre.

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