Biefie-Test: Steirer wurden besser in Mathematik

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Nur ein Bundesland ist besser.

Für Oberösterreichs Schüler und Lehrer kommt das erfreuliche Zeugnis mitten in der Ferienwoche: Wie das nun vom Bildungsministerium veröffentlichte Ergebnis der Bildungsstandard-Tests in Mathematik belegt, sind die oberösterreichischen Schülerinnen und Schüler der achten Schulstufe österreichweit die besten Rechner. Die Ergebnisse des Tests haben keinen Einfluss auf die Noten der Schüler.

Für die Erhebung wurden im Mai 2017 rund 72.700 Schüler der achten Schulstufe durch das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) getestet und in vier Kategorien eingeteilt: Demnach erreichen 52 Prozent der Jugendlichen die Bildungsstandards komplett. Sie verfügen über die entsprechenden mathematischen Kompetenzen und können diese Fähigkeiten und Fertigkeiten in variablen Situationen flexibel einsetzen.

Gegenüber 2012 gab es auch eine leichte Verbesserung: Der Prozentsatz jener Schüler, die die Mathematik-Ziele "übererfüllen", stieg von sechs auf acht Prozent. Das bedeutet, dass sie "ihre mathematischen Kenntnisse in bekannten Kontexten einsetzen können". Seit der Ausgangsmessung im Jahr 2009 zum Zeitpunkt der Einführung von Bildungsstandard ist der Mittelwert sogar um 42 Punkte angestiegen. Mit durchschnittlich 554 Punkten liegen die oberösterreichischen Schüler nicht nur deutlich über dem Österreich-Schnitt (542 Punkte). In Oberösterreich, Salzburg und Tirol ist er aber mit 12 Prozent geringer. Das Burgenland - mit 52 Prozent - und Kärnten - mit 50 Prozent Erfolgsquote - rangierten dahinter. Dennoch war dies eine geringfügige Verbesserung bei diesen sogenannten "Risikoschülern" gegenüber dem Jahr 2012. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Die Zahl der Risikoschüler sank auf um vier Prozentpunkte auf 13 Prozent. In Salzburg wurden insgesamt 4.992 Schülerinnen und Schüler aus 73 APS und 19 AHS im Fach Mathematik überprüft. Detaillierte Informationen sind der Beilage zu entnehmen.

Sowohl in den Allgemeinbildenden Höheren Schulen als auch in den Berufsbildenden Höheren Schulen zeigt der Trend nach oben, die Schüler werden besser. Laut dem Bericht erklären sich die Unterschiede durch die Zusammensetzung der Schülerschaft. Die Unterschiede seien eine Folge der Schulwahlentscheidung, hieß es. Auch die Anteile jener Schüler, die die Bildungsziele "erreicht" oder "übertroffen" haben, sind im Ländervergleich am höchsten. "Die Unterschiede am Ende der 8. Schulstufe zwischen den Schulsparten spiegeln im Wesentlichen diese Eingangsvoraussetzungen wider". In Tirol erreichten 55 Prozent den notwendigen Standard.

Und: Wie bei Mathe-Überprüfungen üblich, erzielten Burschen (545 Punkte) bessere Ergebnisse als die Mädchen (538). Gemeinsam mit der Schulleitung bzw. dem Lehrerkollegium analysieren multiprofessionelle Teams (in der Regel bestehend aus Schulentwicklerinnen und -entwicklern, Fachdidaktikerinnen und -didaktikern und Schulpsychologinnen und -psychologen) die Ursachen für das unterdurchschnittliche Abschneiden an der jeweiligen Schule und sorgen für eine mehrjährige, individuell zugeschnittene Begleitung und Beratung. Jugendliche ohne Migrationshintergrund schneiden im Schnitt um 64 Punkte besser ab als Jugendliche mit Migrationshintergrund, mit deutscher Erstsprache um 69 Punkte besser als Kollegen ohne deutsche Erstsprache. Im Vergleich zur ersten flächendeckenden Erhebung im Jahr 2012 sind die Geschlechterunterschiede gleichgeblieben, die Unterschiede nach Migrationshintergrund und Bildungsabschluss der Eltern haben sich minimal verringert. Der mittlere Leistungsunterschied zwischen Jugendlichen, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben, und Jugendlichen, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss aufweisen, beträgt 101 Punkte. Jugendliche ohne Migrationshintergrund liegen rund zwei Lernjahre vor jenen mit ausländischen Wurzeln.

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