"Brexit": Davis traf Kneissl und Blümel in Wien

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Wien (Reuters) - Großbritannien will Brexit-Minister David Davis zufolge nach einem Ausscheiden aus der Europäischen Union nicht auf Deregulierung setzen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Großbritannien werde zwar eine maßgeschneiderte Lösung anstreben, doch gebe es bereits Beispiele wie die Schweiz, Kanada und Südkorea, mit denen die EU Verträge habe und deren Standards zum Beispiel bei der Produktsicherheit anerkannt würden.

Davis traf auch mit Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) zusammen. Blümel betonte, der Austausch mit Großbritannien sei "gerade jetzt von großer Bedeutung, um die künftigen Beziehungen sinnvoll zu gestalten". Er stehe in engem Austausch mit EU-Brexit-Chefverhandler Michel Barnier, sagte Blümel. Ihr Gespräch mit Davis beschrieb Kneissl im Anschluss in einer Aussendung als "guten und wichtigen Austausch über den aktuellen Stand der Austrittsverhandlungen". Auch Blümel sagte, dass Österreich die "Brexit"-Verhandlungen während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft bestmöglich unterstützen werde". "Mit ein Grund für diese Einschätzung der Österreicher ist, dass bei einem EU-Austritt die Nachteile für beide Seiten klar überwiegen - auf politischer und wirtschaftlicher Ebene", interpretiert ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt das Ergebnis.

Es handelte sich um den ersten Wien-Besuch von Davis als Minister. Davis' Rede ist Teil einer Serie von insgesamt sechs Auftritten britischer Regierungsmitglieder, bei denen der Weg zum "Brexit" ("Road to Brexit") skizziert werden soll.

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