EU bereitet offenbar Strafzölle auf US-Produkte vor

Die Kult-Motorräder könnten in die Streitigkeiten gezogen werden

Vergeltungsmaßnahmen der EU in Form von Zöllen auf US-Spiritousen würden den Verbrauchern und den Produzenten sowohl in Europa als auch in den USA schaden, hieß es damals vom Lobby-Verband Distilled Spirits Council. Man habe der US-Regierung klargemacht, dass die EU von Importbeschränkungen auf Stahl und Aluminium "zutiefst betroffen" wäre, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag. Aber die EU sei bereit zu reagieren. Die Palette der betroffenen Produkte reiche von Orangensaft über Motorräder bis zu Whiskey.

Dem Bericht zufolge stehen auch viele landwirtschaftliche Exportprodukte, darunter Kartoffeln und Tomaten, auf der EU-Liste.

Dazu gehören den Angaben zufolge Motorräder, weil der Hersteller Harley-Davidson seinen Sitz in Wisconsin hat, aus dem der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, stammt. Genannt werde auch Bourbon-Whiskey aus Tennessee sowie Kentucky, der Heimat des Mehrheitsführers im Senat, Mitch McConnell. Die Liste, auf die die EU-Kommission dabei zurückgreift, stammt den Informationen zufolge aus der Zeit des letzten großen Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten unter Präsident George W. Bush, ist aber aktualisiert worden.

US-Handelsminister Wilbur Ross hatte sich in einem am Freitag in Washington veröffentlichten Bericht an Präsident Donald Trump für eine Reduktion der Stahl- und Aluminiumimporte in die USA ausgesprochen. Als eine von mehreren Optionen schlug er vor, Importquoten für alle Einfuhrländer zu verhängen. Etwa die Hälfte des weltweiten Stahls wird von China hergestellt. Es gebe zwar keinen Handelskrieg. Dann will die EU mit Gegenzöllen auf Produkte aus den USA reagieren (Symbolbild). Darüber hinaus wollten die Europäer die Regierung von Donald Trump durch Gegenzölle auf Produkte treffen, die für die Wahlkreise von Unterstützern des Präsidenten wirtschaftlich interessant seien.

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