EU-Kommission verurteilt Bosch und

Bosch und Continental EU-Kommission verhängt Kartellstrafe Quelle dpa

Die deutschen Autozulieferer Bosch und Continental sollen wegen Bildung illegaler Kartelle Millionenstrafen zahlen. Dies teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch mit. Bosch und Continental wurden mit Geldbußen von rund zwölf Millionen und 44 Millionen Euro belegt.

Der "Spiegel" hatte im Sommer über angebliche Absprachen zwischen VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler über Technik, Kosten und Zulieferer berichtet.

In einem separaten Beschluss stellte die EU-Kommission die Existenz zweier Kartelle im Bereich Bremssysteme fest. Die jetzt verhängten Kartellbußen haben damit nach Vestagers Angaben nichts zu tun.

Ein Mitarbeiter der Firma Bosch bei der Sichtkontrolle von Zündkerzen. TRW verfolgte in der Zeit zwischen Februar 2007 und März 2011 gemeinsam mit den ZF-Konkurrenten Bosch und Continental das Ziel, "ihr Marktverhalten zu koordinieren". Die Kommission verhängte eine Geldbuße von insgesamt 75 Millionen Euro.

Im Falle des Kartells für hydraulische Bremssysteme ging TRW straffrei aus, da das Unternehmen das Kartell angezeigt hatte.

Darüber hinaus sollen mehrere Seetransport-Unternehmen aus Chile, Japan, Norwegen und Schweden Absprachen beim interkontinentalen Transport von Fahrzeugen getroffen haben.

Alle Unternehmen hätten ihre Beteiligung eingeräumt und einem Vergleichsverfahren zugestimmt, so Vestager weiter. Die Geschädigten bei den Kartellabsprachen seien zunächst die Autohersteller, die zu hohe Preise zahlen müssten. Die Kommission kündigte zugleich weitere Entscheidungen an: "Wir sind noch nicht fertig", sagte Vestager. "Unsere Arbeit trägt dazu bei, dass dieser Markt auch für Verbraucher fair funktioniert".

Bosch erklärte, man habe eng mit der Kommission kooperiert, um die Sachverhalte abschließend zu klären. Das Unternehmen toleriere keine Verstöße gegen interne Leitlinien. Conti machte klar, sein System zur Sicherstellung von Regelkonformität sei seit Jahren etabliert.

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