Niederlande: Armenier-Massaker waren Genozid

Niederlande Parlament stuft Massaker an Armeniern als

Das niederländische Parlament hat den im Osmanischen Reich an Armeniern begangenen Massenmord als Völkermord anerkannt. Im ersten soll das Parlament den Völkermord anerkennen. Die Parlamentarier stimmten der Vorlage der Regierungsfraktionen am Donnerstagabend mit großer Mehrheit zu. Die Anerkennung als Genozid könnte die ohnehin angespannten Beziehungen der Niederlande zur Türkei weiter verschlechtern. Die Abgeordneten beschlossen ebenfalls, künftig regelmäßig einen Regierungsvertreter zur Gedenkfeier in Armenien "für die Opfer des Völkermordes" zu entsenden.

Im Juni 2016 hatte bereits der Deutsche Bundestag die Massaker als Völkermord eingestuft und damit eine schwere diplomatische Krise mit der Türkei ausgelöst.

Bei Massentötungen und Deportationen von Armeniern waren von 1915 an nach Schätzungen bis zu 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit ums Leben gekommen. Die Türkei bedauert dies, lehnt die Einstufung als Völkermord aber strikt ab. Ankara zog deswegen zeitweise den Botschafter aus Berlin ab.

Die Den Haager Regierung kündigte an, weiterhin von "der Frage des armenischen Genozids" zu reden. Es sei "Zurückhaltung geboten", sagte Außenministerin Sigrid Kaag. "Das ist ein Zeichen des Respekts für die Opfer und Hinterbliebenen".

Das Verhältnis zwischen der Türkei und den Niederlanden ist zerrüttet, seitdem die Niederlande im vergangenen März zwei türkische Minister daran hinderten, öffentlich kurz vor der niederländischen Parlamentswahl aufzutreten.

Anfang Februar gab die niederländische Regierung bekannt, ihren Botschafter aus der Türkei endgültig abzuziehen.

Ministerin Kaag betonte, dass die Erklärung des Parlaments nichts mit dem Konflikt zu tun habe. 142 Abgeordnete hatten dafür gestimmt, nur drei dagegen.

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