Stiftung Warentest Keine der getesteten Matratzen ist sehr gut

Man verbringt viel Zeit im Bett- da sollte man auch gut liegen

Richtig schlechte Matratzen hat die Stiftung Warentest nicht gefunden: Von 16 untersuchten Produkten bewerteten die Tester diesmal alle mit "gut" oder "befriedigend".

Beim Matratzentest der Stiftung Warentest schnitten gerade günstige Varianten besonders gut ab. Der Testsieger, die Viskoschaummatratze Novitesse Memolux 90 A ist in Deutschland bei Aldi Nord erhältlich.

Die etwas langlebigere aber mit 500 Euro auch teurere Daluna Comfortmaxx Vilax von Dormando ist die zweitbeste Viskoseschaum-Matratze. Bei den Latexmatratzen lagen vorne die L4 Latexmatratze von Selecta für 600 Euro und die Morgedal Latexmatratze, die der schwedische Möbelgigant Ikea für knapp 150 Euro anbietet.

Die ausführlichen Testergebnisse gibt es (kostenpflichtig) online bei der Stiftung Warentest. Dabei werden die Modelle einem Liege- und Belastungstest unterzogen. Daher sei auch Probeliegen vor dem Kauf unerlässlich.

Die Stiftung teilt inzwischen gängige Körperformen in vier Gruppen ein, die rund zwei Drittel der Bevölkerung repräsentieren sollen. Das Fazit der Tester: "Ein solches Ergebnis schafften bisher nur wenige Matratzen". Die Aldi-Matratze ist jedoch nicht immer verfügbar.

Wer sich eine neue Matratze anschaffen möchte, wird im Geschäft erst einmal gefordert: Matratzen sehen weitgehend gleich aus, aber ihr Innenleben ist unterschiedlich. Welches Modell infrage kommt, ist daher in aller Regel abhängig von Körpergröße, Körperbau und Gewicht. Schläft man auf der Seite oder auf dem Rücken? Denn dann besteht erhöhte Schimmelgefahr.

Generell gilt: Harte Matratzen sind nicht rückenfreundlicher als weiche. Was dem Rücken gut tut, sei von Mensch zu Mensch individuell verschieden. "Beim Probeliegen ist es deshalb ratsam, bewusst auch auf den Druck zu achten, der an den Stellen zu spüren ist, an denen der Körper auf der Matratze aufliegt", rät Leifeld.

Im Test haben die Experten zwischen Schaumstoff- und Latex-Matratzen unterschieden. Sie rät außerdem: "Man sollte sich Zeit nehmen und möglichst ausgeruht ins Fachgeschäft gehen". Ein ebenso negatives Urteil fällte die Stiftung über das Modell Exquisit Eos Comfort der Firma Beco: Das Bett gebe über einen langen Zeitraum Lösemittel ab, die sich auch durch häufiges Lüften nicht verflüchtigen.

"Ab etwa 15 Kilogramm Gewichtsunterschied brauchen Partner auf jeden Fall verschiedene Matratzen", erklärt Leifeld. "Manche Hersteller bieten an, zwei Einzelmatratzen mit einem Reißverschluss zu verbinden oder sie mit einem durchgehenden Bezug zu umhüllen".

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