Merkel sieht "Erfolge im Kampf gegen illegale Migration" in Afrika

Merkel mit dem saudiarabischen Außenminister al-Dschubeir

Die Sahel-Ländergruppe hat sich 2014 gegründet und 2017 den Aufbau einer gemeinsamen Eingreiftruppe beschlossen, die grenzüberschreitend den zunehmenden Terror von al-Qaida und Boko Haram bekämpfen soll.

Die gut 400 Millionen Euro, die dafür notwendig sind, wurden jetzt in Brüssel eingesammelt, unter anderem durch eine Verdoppelung des EU-Beitrags auf 100 Millionen und einen gesonderten deutschen Scheck über 20 Millionen Euro sowie weitere 28 Millionen Euro für begleitende Polizei- und Infrastrukturmaßnahmen.

In der Flüchtlingspolitik setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Fortschritte in Afrika: "Wir sehen erste Erfolge im Kampf gegen illegale Migration", sagte Merkel am Freitag in Brüssel nach einer Geberkonferenz für fünf Länder der Sahelzone.

Bundeskanzlerin Angela Merkel machte deutlich, dass sich die EU durch das Engagement auch ein Sinken der Flüchtlingszahlen erhofft.

Vertreter der afrikanischen Staaten werteten die Hilfszusagen für die anstehenden Aufgaben als noch immer unzureichend. Die von den Ländern Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad aufgestellte Einheit mit rund 5000 Soldaten soll für Sicherheit in der Region sorgen und über die Bekämpfung von Schleuserbanden auch die illegale Migration von Afrika nach Europa eindämmen.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bekräftigte, dass die EU noch einmal 50 Millionen Euro für die Truppe bereit stellen will - nach bereits zugesagten 50 Millionen.

Deutschland beteiligt sich derzeit beispielsweise mit rund 1000 Soldaten am UN-Einsatz zur Stabilisierung Malis.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonte, in der Sahelzone befeuerten "Menschen-, Drogen- und Waffenhandel den Terrorismus". Nach dem Treffen wies Merkel darauf hin, dass dies nur ein Bruchteil der Unterstützung für die Region sei. Damit solle vor allem die neue Eingreiftruppe G5 finanziert werden, sagte Mogherini auf einer Geberkonferenz in Brüssel. In diesem Jahr sind es 180 Millionen Euro an Entwicklungshilfe.

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