Inflation lässt wieder nach

Die Teuerungsrate ist auf 1,2% gesunken von 1,3% im Januar

Von Januar auf Februar des laufenden Jahres erhöhten sich die Verbraucherpreise nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde insgesamt um 0,5 Prozent.

Im Januar war die Teuerung noch auf 0,7 Prozent gefallen und damit auf den niedrigsten Wert seit November 2016. Die Teuerungsrate sank auf 1,2 Prozent von 1,3 Prozent im Januar, wie das Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet werden, verharrte im Februar wie erwartet bei 1,0 Prozent.

Die schwache Preisentwicklung ist derzeit das größte Hindernis für einen rascheren Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der EZB.

Im Jänner waren es noch 1,6 Prozent gewesen, im Gesamtjahr 2017 waren es 1,8 Prozent. "In den kommenden Monaten sollte die Inflationsrate allmählich wieder zulegen und im Jahresdurchschnitt bei 1,8 Prozent liegen", sagte der Volkswirt voraus.

Commerzbank-Experte Marco Wagner geht davon aus, dass der Tiefpunkt aber erst einmal erreicht ist. "Selbst in Deutschland scheint es nahezu fast schon ein Kunststück zu sein, eine Inflationsrate von zwei Prozent zu erreichen - trotz einer niedrigen Arbeitslosenquote und verhältnismäßigen hohen Lohnabschlüssen". Zudem geht er davon aus, dass der momentane Engpass am Arbeitsmarkt zu einer höheren Verhandlungsmacht der Gewerkschaften führen dürfte, was den Löhnen Auftrieb geben könnte.

Anders sieht es hingegen der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Die Notenbank werde die Transaktionen erst beenden, wenn sie noch stärker von einem Anziehen der Inflation überzeugt sei.

Auch nach europäischer Methode (HVPI) sind die Verbraucherpreise im Februar unerwartet schwach angezogen - um 1,2 Prozent. Für alles andere fehlten es EZB-Präsident Mario Draghi schlicht an gewichtigen Argumenten. "Höhere Zinsen bleiben deshalb vorerst nichts weiter als ein frommer Wunsch", argumentierte Gitzel. Nahrungsmittel verteuerten sich diesmal um 1,1 Prozent und damit ebenfalls deutlich geringer als zuletzt.

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