Eltern unterschätzen Zuckergehalt von Nahrungsmitteln

Eltern unterschätzen einer Befragung zufolge den Zucker-Anteil in Lebensmitteln.

Eine vor kurzem in der Fachzeitschrift "International Journal of Obesity" veröffentlichte Studie von Forschern des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) und der Universität Mannheim zeigt, dass die meisten Eltern den Zuckergehalt von beliebten Lebensmitteln massiv unterschätzen.

Die Ergebnisse setzten sie in Zusammenhang mit dem Body-Mass-Index (BMI) der Kinder.

Üblicherweise treffen Eltern die Ernährungsentscheidungen für ihre Kinder.

Wie viel Zucker in Lebensmitteln steckt, wird von der Mehrheit der Eltern falsch – in der Regel zu gering – eingeschätzt.

Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte der Zuckerkonsum für Kinder wie auch Erwachsene nicht mehr als 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. In Deutschland ist die verzehrte Menge fast doppelt so hoch, heißt es in einer Pressemitteilung des MPIB.

Diese Nachricht wurde am 27.02.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet. 74 Prozent der 305 befragten Eltern gaben bei einem Computertest den Zuckergehalt von O-Saft, Cola, Pizza, Joghurt, Müsliriegeln und Ketchup deutlich zu niedrig an. Das entspricht 60 Prozent der Gesamtzuckermenge des Fruchtjoghurts. Dies ist ein potenzieller Risikofaktor für Übergewicht bei Kindern.

"So hatten die Eltern, die den Zuckergehalt unterschätzten auch häufiger übergewichtige Kinder".

84 Prozent der Eltern haben sich bei den Nahrungsmitteln und Getränken, die allgemein für gesund gehalten werden (Joghurt oder Orangensaft), besonders geirrt. Lediglich bei Müsliriegeln und Ketchup überschätzten mehr Eltern den tatsächlichen Zuckergehalt.

"Nur so können sie den kindlichen Zuckerkonsum regulieren und eine gesunde Ernährung bieten", so der Experte.

"Transparente und auf den ersten Blick verständliche Kennzeichnungen, könnten Eltern dabei helfen, den jeweiligen Zuckergehalt ohne große Mühen zutreffend einzuschätzen. Möglichkeiten sind ein Ampelsystem - das sicher noch nicht perfekt ist - oder das aus Skandinavien bekannte Keyhole-Siegel, das Produkte mit weniger Fett, Zucker und Salz kennzeichnet", sagt Ralph Hertwig.

Related:

Comments

Latest news

Trump-Schwiegersohn bekommt keine Geheiminformationen mehr
Dieser hatte den Hut nehmen müssen, weil er von seinen beiden Ex-Ehefrauen der häuslichen Gewalt beschuldigt worden war. Unter die streng geheime Stufe fallen etwa Informationen über verdeckte Operationen und Quellen von Geheimdiensten.

Heidi Klum will weiter sexy sein
Wird er der nächste Mann in Heidi Klums Leben? Dafür erntet die 44-Jährige aber auch Kritik. New York - Mit mittlerweile 44 Jahren ist Model Heidi Klum im Fernsehen immer noch gefragt.

Spahn: "Private Krankenversicherung hat massiven Reformbedarf"
Wer die Akzeptanz des Gesundheitssystems verbessern wolle, müsse dieses Problem lösen, fügte der CDU-Politiker hinzu. Der SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach kennt den designierten Gesundheitsminister Jens Spahn seit Jahren.

"Mutti" Merkel überredet CDU zu Großer Koalition
Das könnte der Partei am Ende mehr schaden, als den beiden lieb sein könnte - Merkel jedenfalls muss das nicht mehr kümmern. Sie kündigte unter großem Applaus an, sie wolle alle Flügel der Partei in eine programmatische Debatte integrieren.

Aloy besucht Monster Hunter: World
Die Gestalt des Anjanath ähnelt der des Donnerkiefers sehr, wodurch er den idealen Hauptgegner in dieser Quest darstellt. Wir müssen ausserdem betonen, dass dieses Set nicht nur weiblichen Jägern zur Verfügung steht!

Other news