Rund 100.000 Jugendliche von Sozialen Medien abhängig

Rund 100.000 Jugendliche von Sozialen Medien abhängig

Rund 100.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind laut einer repräsentativen Studie der Krankenkasse DAK süchtig nach sozialen Medien. Das erläuterte DAK-Vorstandschef Andreas Storm am Donnerstag bei der Präsentation der Studie in Berlin.

Die Sucht nach sozialen Medien wird von den Forschern durch die ständige Nutzung und durch Symptome wie Gereiztheit, Unruhe oder Traurigkeit bei "Entzug" definiert.

Streit, Schlafmangel, Unzufriedenheit - in der Befragung stimmten viele Kinder und Jugendliche auch negativen Aspekten zu.

Für die Untersuchung ließ die Kasse 1001 Jungen und Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren von Meinungsforschern befragen und rechnete die Ergebnisse auf die Bundesrepublik hoch. Die Ergebnisse wurden dann auf das ganze Land hochgerechnet, sagte Storm.

Auch wenn Teenager anfangen zu lügen, damit andere nicht merken, wie viel Zeit sie mit ihrem Handy verbringen, oder wenn sie andere Interessen und Hobbys aufgeben, um mehr Zeit zum Chatten zu haben, können das Warnsignale sein, dass sie die Kontrolle über die Nutzung sozialer Netzwerke verloren haben. Je jünger die befragten Buben und Mädchen sind, desto öfter kracht es.

Genau hier, beim Gespräch mit den Eltern, läge jedoch einer der Schlüssel, um dem Problem beizukommen, dass offenbar ein nicht überwiegender, aber doch nennenswerter Anteil der Jugendlichen in Deutschland nicht angemessen mit Instagram, Whatsapp oder Snapchat umgehen kann, sagt Rainer Thomasius: "Wir beobachten, dass Eltern häufig keine klaren Regeln zum Umgang mit sozialen Medien aufstellen". Bei 16 Prozent gibt es manchmal Auseinandersetzungen. Die Wissenschaftler warnen auch vor einem Zusammenhang zwischen Social-Media-Sucht und Depressionen. 14 Prozent der 12- und 13-Jährigen nutzen soziale Medien deshalb oft heimlich.

Knapp ein Viertel sagte, durch die Nutzung bekämen sie manchmal, häufig oder sehr häufig zu wenig Schlaf.

Bei acht Prozent der befragten Teenager habe es auch Hinweise auf eine depressive Neigung gegeben.

Laut der Umfrage zeigen Teenager mit einer problematischen Social-Media-Nutzung oft Anzeichen einer Depression - dies ist demnach bei jedem dritten Betroffenen der Fall.

Wie können Eltern, Lehrer und sonstige Bezugspersonen gegensteuern?

Suchtfalle Social Media? Die Nutzung sozialer Medien über Computer oder mobile Endgeräte führt laut einer repräsentativen Befragung der Krankenkasse DAK zu einem Kontrollverlust einiger jugendlicher Nutzer. Die virtuelle dürfe die wirkliche Welt nicht überlagern. Zugrunde gelegt wurden Daten anhand eines Fragebogens, den die Teilnehmer beantworten mussten. Ratsam sei, bei der Nutzung Sozialer Medien Pausen einzulegen.

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