Über 2.200 Angriffe auf Flüchtlinge

Flüchtlingsunterkunft Bautzen 2016

Im vergangenen Jahr hat es nach Angaben der Bundesregierung 2219 Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte gegeben. Die Sicherheitsbehörden ermittelten wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Volksverhetzung, Hausfriedensbruch, schwere Brandstiftung und Sprengstoffexplosionen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort des Ministeriums auf eine Parlamentsanfrage der Linkspartei berichten.

Beschädigtes Fenster einer Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Jüterborg: Die Zahl von Straftaten gegen Flüchtlinge, ihre Unterkünfte und ihre Unterstützer sind im vergangenen Jahr zurückgegangen. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt.

Ein Beitrag von Elisa Winterscheidt.

"Es kann uns kaum beruhigen, dass es im letzten Jahr weniger Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte gab als im Vorjahr", sagte die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Daran dürfe man sich niemals gewöhnen oder sich gar damit abfinden, betonte er. Das geht aus der Jahresbilanz des Bundesinnenministeriums hervor.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die neuen Zahlen zu Angriffen auf Flüchtlinge als "beschämend" bezeichnet. "Jeder Form von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus müssen wir uns entschlossen entgegenstellen", sagte Maas. Im Jahr zuvor waren es insgesamt mehr als 3500 Angriffe.

Angriffe mit Sprengstoffexplosionen gab es demnach nur bis Ende Mai des Jahres - in Kraichtal bei Karlsruhe, Altusried in Bayern, Freiburg im Breisgau und zwei Mal in Folge in Zwickau.

Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke, die die Anfrage an die Bundesregierung gestellt hatte, gab AfD und Union eine Mitverantwortung. Ermutigt würden die Täter nicht nur durch das Gerede seitens AfD und Pegida von Bürgerkrieg und "Umvolkung", sondern auch durch "die rassistische Stimmungsmache der Unionsparteien". Mitte Februar hatte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Vertretern der Stadt und Bürgern der Stadt getroffen, um sich ein eigenes Bild der Lage zu machen.

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