Deutscher Gerd Nefzer erhält Oscar für beste visuelle Effekte

Gerd Nefzer mit seinen Kollegen Richard R. Hoover, Paul Lambert und John Nelson zeigen stolz ihre Oscars. Das Team erhielt für seine Arbeit im Hollywood Streifen „Blade Runner 2049“ die Auszeichnung für beste visuell

Vor den ersten Preisen hatte Moderator Jimmy Kimmel zu einem zynischen Rundumschlag angesichts der seit Monaten laufenden #MeToo- und Time's-Up-Debatte über Missbrauch und Diskriminierung in Hollywood angesetzt. Dass die Goldstatuette des Oscars heute der respektierteste Mann in Hollywood sei, habe einen zentralen Grund: "Er hat seine Hände, wo man sie sieht, er sagt nichts Anrüchiges - und hat keinen Penis. Wir brauchen mehr von seiner Sorte". Allison Janney bekam ihre erste Oscar-Trophäe in der Kategorie Beste Nebendarstellerin in dem Eislaufdrama "I, Tonya". Kimmel spielte damit auf die Missbrauchsvorwürfe gegen Produzent Harvey Weinstein und weitere Männer im Filmgeschäft an. Das sei längst überfällig gewesen.

Sam Rockwell konnte sich als bester Nebendarsteller für seinen Part eines rassistischen Kleinstadtpolizisten im Drama "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" über den ersten Preis des Abends freuen. "Dunkirk" holte die Oscars für Ton und Tonschnitt. Als beste Dokumentation wurde "Ikarus" ausgezeichnet - es war der erste Academy Award für den Streamingdienst Netflix.

Zuvor waren etliche Hollywood-Stars auf dem roten Teppich vor dem Dolby Theatre eingetroffen. Schwarze Kleider waren kaum zu sehen.

Allerdings gaben prominente Schauspielerinnen bei ihrer Ankunft kämpferische Stellungnahmen gegen die sexuelle Belästigung von Frauen ab. Sorvino gehört zu den Frauen, die Weinstein beschuldigen, sie sexuell belästigt zu haben. "Das Flüstern des Wassers" mit Sally Hawkins in der Hauptrolle ist mit 13 Nominierungen großer Favorit. Aber die Regisseurin Katja Benrath mit dem Live-Action-Kurzfilm "Watu Wote/All Of Us" ging ebenso leer aus wie Jakob Schuh und Jan Lachauer mit "Revolting Rhymes" in der Sparte "Animierter Kurzfilm" sowie renommierte Komponist Hans Zimmer für die Filmmusik von "Dunkirk".

Für die besten visuellen Effekte in "Blade Runner 2049" ist unter anderem der deutsche Gerd Nefzer mit dem Oscar ausgezeichnet worden.

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