Italien-Wahl: Berlusconis Bündnis vor Fünf-Sterne-Bewegung

Italien Silvio Berlusconi Paolo Gentiloni

Eine instabile Regierung in Italien könnte zudem die Bemühungen der EU um ihre Reform vor der Europawahl 2019 lähmen. Die italienische Linke galt zuletzt als zersplittert, die sozialdemokratische Regierungspartei ging chancenlos in die Wahlen (mehr dazu lesen Sie hier). Darin hätten sie vereinbart, dass sie im Falle einer Mehrheit ihres rechten Bündnisses die Wahl eines neuen Ministerpräsidenten jener Partei auftragen würden, die innerhalb des Blocks die meisten Stimmen erzielte. Das Mitte-rechts-Bündnis wird erwartungsgemäß mit knapp 37 Prozent stärkste Kraft, dürfte aber ebenso wie Fünf Sterne die absolute Mandatsmehrheit verfehlen.

Laut den Hochrechnungen schaffte es die sozialdemokratische Demokratische Partei (PD) im Senat auf lediglich 18 Prozent der Stimmen. Vor allem im abgehängten Süden hatte der Frust der Wähler einen Namen: Movimento5Stelle.

"Jetzt müssen alle mit uns reden", sagte Alessandro Di Battista, der in Italien zu den bekanntesten Köpfen der Bewegung gehört, in der Wahlnacht in Rom.

Ein in London ansässiger Analyst der Denkfabrik Teneo, Wolfango Piccoli, sagte, die Fünf Sterne hätten bei der Wahl zwar stärkere Ergebnisse als erwartet eingefahren. Die einstige Separatisten-Partei aus dem reichen Norden trat erstmals landesweit an. Der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi habe aber für Forza Italia ein "Gentleman's Agreement" mit Matteo Salvini von Lega abgeschlossen.

Sowohl die PD als auch die Forza Italia hatten eine große Koalition im Vorfeld ausgeschlossen.

Keine regierungsfähigen Mehrheiten zeigten Exit-Polls und Prognosen in der Nacht auf Montag.

Die Alptraum-Kombi ist der Schulterschluss zwischen Di Maio und Salvini, die die Zeitung "Il Foglio" kürzlich als "grässliches und gefährliches politisches Monster, das seit Monaten Form annimmt" beschrieben hatte.

Die Standpunkte der Lega und der Sterne erscheinen nicht unvereinbar, was die EU und den Euro angeht.

Auch die Fünf Sterne waren von ihrer Haltung abgerückt, ein Referendum über die Mitgliedschaft Italiens in der Euro-Zone abzuhalten.

Die beiden Parteien, die Berlusconi ins Amt tragen wollten, reihen sich hinter der PD ein. "Die Rechte ist unser prinzipieller politischer Gegner".

Der frühere Ministerpräsident Berlusconi wurde beim Besuch eines Wahllokals in Mailand von einer mutmaßlichen Femen-Aktivistin überrascht. Die fremdenfeindliche Lega überholte demnach die Forza Italia von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi. Sein Kandidat für das Premiersamt, EU-Parlamentskandidat Antonio Tajani, dürfte nicht zum Zug kommen. Dann werde sich auch der Parteivorsitzende und Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi äußern. Die regierenden Sozialdemokraten mussten eine schwere Schlappe einstecken.

Die europakritische Fünf-Sterne-Protestbewegung sieht sich nach ersten Prognosen und Hochrechnungen als Sieger der italienischen Parlamentswahl.

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