Im Jubiläumsjahr Merck kämpft mit Gegenwind

Das Logo von Merck Quelle AP

Dazu trug vor allem ein Sonderertrag von 906 Millionen Euro aufgrund der US-Steuerreform bei.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck muss ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr eine Schwächephase bewältigen.

Im vergangenen Jahr rettete die US-Steuerreform die Bilanz des aus einer Darmstädter Apotheke hervorgegangenen Dax -Konzerns, der im Mai das 350-jährige Bestehen feiert.

Für 2018 stellt der Darmstädter DAX-Konzern ein moderates organisches Umsatzwachstum und einen leichten Rückgang des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereffekten auf währungsbereinigte Basis in Aussicht.

Das operative Ergebnis (Ebit) legte um knapp zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu. Negative Währungseffekte drückten indes im Tagesgeschäft das bereinigte Ebitda um knapp 2 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. 2017 sank daher das Ergebnis der Spezialchemie-Sparte deutlich.

Wichtige Medikamente: Die drei bisherigen Bestseller im Pharmageschäft, das Multiple-Sklerose-Medikament Rebif, das Krebsmittel Erbitux, und das Fruchtbarkeitsmedikament Gonal-f verbuchten durchweg Umsatzeinbußen. Nächstes Jahr soll die Talsohle durchschritten sein.

Der Konzernumsatz wuchs ebenfalls um zwei Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Merck will die Dividende um 0,05 Euro auf 1,25 Euro je Aktie erhöhen und rechnet für 2018 mit einem Umsatzanstieg, während das bereinigte EBITDA aufgrund von Währungseffekten etwas geringer ausfallen soll. Der vorläufige Ausblick der Geschäftseinheit für das Jahr 2019 erscheine vorsichtiger als zuvor, was einige Anleger negativ aufgenommen haben könnten.

Die anhaltenden Probleme durch den verschärften Wettbewerb bei den Flüssigkristallen schlugen sich im Geschäftsbereich Spezialmaterialien nieder. Der Umsatz stieg dort um über 7 Prozent auf 911 Millionen Euro. Die Entscheidung über eine Abspaltung werde im ersten Halbjahr fallen, sagte Oschmann. Zuletzt sollen mehrere Interessenten abgesprungen sein. Auch ein Teilverkauf oder Gemeinschaftsunternehmen sei denkbar.

Related:

Comments

Latest news

Liverpool trabt gegen Porto ins Viertelfinale
Liverpool bot wenig begeisternden Fußball, dafür stand aber am Ende die Qualifikation für das Champions-League-Viertelfinale. Trainer Jürgen Klopp zeigte sich trotz einer relativ ereignislosen Partie zufrieden mit dem Ergebnis.

Hugo Boss zahlt wieder mehr Dividende - Höhere Investitionen in 2018 geplant
Eine besondere Enttäuschung sei aber der Ausblick für das Ebitda, das wegen hoher Investitionen 2018 nicht zulegen dürfte. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Hugo Boss auf "Neutral" nach Zahlen mit einem Kursziel von 70 Euro belassen.

Dachstuhl der Thomaskirche droht einzustürzen
Ob die derzeit laufenden Bauarbeiten an den Kirche mit der Brandursache zu tun haben, ist derzeit noch unklar. Der Kantor der Kirche versuchte das Feuer mit einem Feuerlöscher einzudämmen, leider erfolglos.

Mann tötet Frau beim Sex mit Mörsergranate
Seine einzige Erinnerung: am nächsten Morgen ist er aufgewacht und fand den leblosen Körper seiner Frau neben ihm in Bett vor. Das Ehepaar Ruben Valera Cornejo und Yubitza Llerena hatte eine inaktive Mörsergranate als Deko in der Wohnung stehen.

Telekom: Mobilfunkkunden bekommen 300 Megabyte geschenkt
Das ist ein zusätzliches Datenvolumen, das Vodafone kostenlos an alle Vertragsnuzter abgibt. So erhalten Sie das Geschenk. Ähnlich geht das auch mit dem Geschenk der Telekom.

Other news