THW Kiel zum Heimrecht-Tausch gezwungen

Spiele am selben Tag: Terminstreit zwischen EHF und Handball-Bundesliga eskaliert

Eigentlich hätte der THW im Rückspiel Heimrecht gehabt.

Der Leidtragende: der THW Kiel! Denn offiziell war für die Hinspiele ein Zeitfenster vom 21. bis 25. März vorgegeben worden. Die Entscheidung über das Weiterkommen fällt dann am Sonntag, 1. April, um 17 Uhr in Szeged.

"Besonders leid tut es mir für unsere Mannschaft, die in 14 Spielen alles gegeben hat, um sich für die K.o". Bei der aktuellen Terminkollison habe man "sowohl der EHF wie auch der HBL viele Lösungsvorschläge angeboten und bedauern es sehr, dass hier ein Machtkampf auf dem Rücken der Clubs und Spieler ausgetragen wird". Ursprünglich sollte am Mittwoch feststehen, wann Meister Rhein-Neckar Löwen und Rekordchampion THW Kiel ihre Spiele im Achtelfinale der Champions League austragen.

Kiel. "Dieser Heimrecht-Tausch führt die sportliche Wertigkeit der gesamten Gruppenphase ad absurdum und wird dem Einsatz unserer Mannschaft für das Heimrecht im Rückspiel in keinster Weise gerecht", sagte ein "tief enttäuschter" Sportlicher Leiter des THW Kiel, Viktor Szilagyi, in einer ersten Stellungnahme.

"Wir haben der EHF und Pick Szeged eine ganze Reihe an Vorschlägen unterbreitet, wie man im Sinne des Handballs eine Lösung für die Terminproblematik rund um das Hinspiel finden kann".

Nächste Runde im Streit zwischen der Europäischen Handball-Föderation und der HBL: Zwei wichtige Spiele sind auf den 24. März festgelegt. "Leider wurden unsere Vorschläge abgelehnt und stattdessen das Achtelfinal-Hinspiel von der EHF auf den Samstag terminiert - mit dem deutlichen Hinweis, nur ein Heimrecht-Tausch könne eine Austragung des Liga-Spiels ermöglichen". Diese Eskalation hätten nur die HBL und EHF frühzeitig verhindern können. Doch man sei auf taube Ohren gestoßen.

Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann hatte das Vorgehen des Kontinentalverbandes bereits vor dieser Entscheidung als "unglaublich unprofessionell" und "nicht partnerschaftlich" gegeißelt. Dieses wird live in der ARD übertragen und verspricht wegen der fehlenden Konkurrenz durch die spielfreie Fußball-Bundesliga eine hohe TV-Quote. Dies war auch der Hauptgrund des THW, den Tausch zu akzeptieren.

Der Terminstreit im Handball hat eine neue Ebene erreicht. Dann käme auch ein anderer Termin als der 24. März in Frage. Die Champions-League-Qualifikation ist kaum noch möglich.

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