Deutsche Unis wollen autonomes Fahrzeug entwickeln

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Einfach mal das Auto beauftragen, das Kind von der Schule abzuholen - ohne, dass ein Elternteil sich ans Steuer setzen muss. Nun widmen sich auch mehrere deutsche Unis dem Thema.

Am autonomen Fahrzeug forschen neben der gesamten Automobilindustrie auch Unternehmen aus dem IT-Bereich: So entwickelt etwa die Alphabet-Tochterfirma Waymo solche Fahrzeuge, Apple arbeitet an Software zum autonomen Fahren. Noch gibt es keine marktreifen autonomen Autos. Die Fahrzeuge soll dabei ebenfalls ganz ohne Lenkrad auskommen. Herzstück sei ein Rechner, der mit Sensoren des Fahrzeugs, Sensoren im Straßenraum und mit anderen Fahrzeugen vernetzt sei, wie das Institut für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen am Donnerstag beim Projektstart mitteilte.

"Das Fahrzeug muss ohne menschliche Hilfe aus sicherheitskritischen Situationen immer in einen sicheren Zustand übergehen können", erklärte der Gesamtkoordinator am Ika, Lutz Eckstein.

Die geplante Sicherheitstechnik besteht aus einzelnen Modulen, die immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden können, ähnlich eines Computer-Updates. "Das ist Grundvoraussetzung für die Akzeptanz durch die Gesellschaft", sagt Eckstein. Nach der jüngsten Studie des TÜV Rheinland sind Autofahrer in Deutschland, China und den Vereinigten Staaten davon überzeugt, dass die Verkehrssicherheit bei zunehmender Automatisierung abnimmt.

Beim Bau des Fahrzeugs an sich kann die neue Kooperation auf reichlich Erfahrung zurückgreifen. Der E-Transporter erregte jede Menge Aufsehen, unter anderem weil Daimler versuchte, das Auto heimlich auszuspionieren. Und noch ein weiteres Elektroauto, das an der RWTH Aachen entwickelt wurde, das Stadtauto e.Go, soll im Mai in Serie gehen.

An Unicaragil sind neben der RWTH Aachen die TU Braunschweig, die TU Darmstadt, die TU München, die Universität Stuttgart, die Universität Ulm und das Karlsruher Institut für Technologie beteiligt. Ausgehend von dieser Plattform werden vier verschiedene Anwendungsfälle vom automatisierten Familientaxi bis zur mobilen Packstation prototypisch aufgebaut und abgesichert. "Wir wollen Grundlagen schaffen, die neutral für alle gleichermaßen verwendbar sind, um einen neuen Standard vorzubereiten, wie man solche automatisierten Fahrzeuge gestalten kann", sagte Eckstein. Ob ein Autohersteller diese Vorlage nutzt, muss sich noch zeigen.

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