So sehen Sturm-Karusselle auf dem Jupiter aus

Jupiterstürme

Bis anhin wusste man wenig über die Polregionen des grossen Gasplaneten.

Das zeigen Aufnahmen der Raumsonde Juno, die Forscher nun ausgewertet haben. Gelbe Bereiche sind solche mit dünnerer Wolkendecke, die dunklen Rottöne stehen für dickere Wolken. Die Ergebnisse stellen die Forscher im Fachblatt "Nature" vor.

In den Polarregionen des Riesenplaneten Jupiter toben überraschende Sturm-Karussells: Am Nordpol des Gasriesen umkreisen acht Wirbelstürme einen zentralen Sturm, am Südpol sind es fünf. Die kreiselnden Stürme scheinen dabei nicht in die Mitte zum zentralen Wirbelsturm zu driften, wie es die Atmoshärendynamik erwarten ließe.

In der aktuellen Ausgabe der Nature geht es gleich in vier Artikeln um neue Erkenntnisse zum Jupiter, alles dank der Raumsonde "Juno". Warum die Zyklone nicht verschmelzen, sei ebenso unbekannt wie der Prozess, über den sie sich zu der derzeitigen Anordnung entwickelt haben, schreiben die Wissenschaftler.

Ein weiteres Forscherteam hat die grossen Jetstreams in Jupiters Atmosphäre untersucht. Ihre Analyse basiert auf einer genauen Messung der in Nord-Süd-Richtung erstaunlich asymmetrischen Jupiter-Schwerkraft durch "Juno", die Luciano Iess von der Universität Rom und Kollegen ebenfalls in Nature vorstellen. "Weil Jupiter im Wesentlichen ein gigantischer Gasball ist, lautete die ursprüngliche Erwartung, dass es keine Asymmetrien im Gravitationsfeld zwischen Nord und Süd geben sollte", erläuterte Kaspi. Das hat Juno nun bestätigt. Sie berichten auch, dass Jupiters turbulente Atmosphäre etwa ein Prozent der Gesamtmasse des Planeten ausmacht. Die Juno-Messungen zeigten zudem, dass etwa ab etwa 3.000 Kilometer unterhalb der Wolkenschicht das flüssige Innere Jupiters wie ein fester Körper rotiert, berichtet ein Team um Tristan Guillot von der Universität der Cote d'Azur.

Jupiter ist von einer dichten Wolkenhülle umgeben, in die wir von der Erde aus nicht weit hineinsehen können.

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