Zecken-Kongress in Stuttgart

Eine Impfung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) empfiehlt sich für alle, die in einem entsprechenden Risikogebiet leben. Süddeutschen Zeckenkongresses in Stuttgart feststellten. Bei 499 Menschen wurde im vergangenen Jahr die Erkrankung diagnostiziert, die bei Kindern wie Erwachsenen zu Lähmungen oder Tod führen kann. Gerhard Dobler, Leiter der Virologie und Rickettsiologie am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München und des Nationalen Konsiliarlabors für FSME.

Zuverlässigen Schutz vor FSME bietet den Experten zufolge nach wie vor nur eine Impfung, die zu nahezu hundert Prozent wirksam sei. In den Risikogebieten beginnt der Lebensraum der Zecke bereits vor der Haustür. Grundlage sind bundesweite Beobachtungsdaten. Das Krankheitsrisiko sei durch FSME-infizierte Rohmilch dreimal höher als nach dem Biss infizierter Zecken. "Dabei handelt es sich um Mischwälder, Laub- und Nadelwälder, Agrarflächen oder Siedlungsräume", berichtet Prof.

Am Veterinärmedizinischen Universität in Wien werden diese Daten zusammengeführt und ergänzt mit Klimadaten und anderen Phänomenen, etwa ob es ein Jahr mit Buchenmast war, also ein Jahr, in dem ein großes Nahrungsangebot auch den Wildtierbestand ansteigen lässt.

Mehr Infektionen mit der tückischen Krankheit FSME, neue Hot-Spots im Norden und eine neue Zeckenart als möglicher Überträger: Es gibt schlechte Nachrichten zum Start der Zeckensaison.

Ein weiteres Untersuchungsziel ist es, zu klären, wie FSME das Verhalten von Zecken ändert: "Wenn Zecken einen Wirt suchen, wandern sie an Grashalmen nach oben und warten dort auf Warmblütler". In der Regel wird das Virus durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Dazu legen die Forscher Karrees mit Laubfüllung und senkrechten Stäben an.

Gewarnt wird auch vor FSME-Infektionen durch Rohmilch-Produkte von Weidetieren.

85 Prozent der FSME-Erkrankungsfälle traten 2017 in Bayern und Baden-Württemberg auf. Es gebe aber in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin "ganz neue Hotspots", in denen FSME-Erkrankungen gehäuft vorkommen, erklärte Zeckenexpertin Ute Mackenstedt. Erstmals seien sogar Erkrankungen aus den Niederlanden gemeldet worden.

Die Projekte sind Teil des Forschungskonsortiums "Tick-borne encephalitis in Germany" (TBENAGER), das unter der Leitung von Dr. Dobler steht. Wissenschaftler der Stuttgarter Universität Hohenheim präsentieren am Dienstag (11.00 Uhr) vor dem 4.

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