Tesla-Chef will Trumps Hilfe für besseren Zugang zu Chinas Automarkt

Das Verhältnis von Elon Musk und Donald Trump ist

Doch der geplante Bau einer Fabrik des Elektroautoherstellers Tesla in Schanghai zieht sich hin.

In einem Re-Tweet fragt der Elektroautopionier den US-Präsidenten: "Glauben Sie, dass die USA und China gleiche und faire Regeln für Autos haben sollten?" - die Antwort wohlwissend und einkalkulierend, dass er sich damit dem US-Präsidenten und umstrittenen Strafzöllen bedenklich annähert.

In einer Reihe von Twitter-Nachrichten, die sich an Amerikas Präsidenten Donald Trump richteten, schoss Musk gegen den chinesischen Protektionismus auf seinem Automarkt. Bisher scheiterte dieser Plan jedoch an den chinesischen Behörden. Eine eigene Fabrik wollte Musk dafür im Reich der Mitte hochziehen, zeigte sich Mitte vergangenen Jahres optimistisch, dass er die Vereinbarung dazu mit der Stadtverwaltung von Shanghai bald unterzeichnen können. Bislang begrenzt China den Anteil ausländischer Konzerne an Firmen im Land und belegt außerdem importierte Autos mit hohen Zöllen.

US-Präsident Donald Trump griff das Statement des amerikanischen Elektroautobauers postwendend, kritisierte die aus seiner Sicht unfairen Handelspraktiken der Chinesen und versicherte: "Das muss sich ändern". "Wir werden das Defizit auf die eine oder andere Weise senken", sagte Trump zu den laufenden Verhandlungen mit China und bezifferte das Handelsdefizit mit China auf "mindestens 500 Milliarden Dollar". Er sei generell gegen Importzölle, aber die "derzeitigen Regeln machen die Dinge sehr schwierig", twitterte Musk an Trump, öffentlich, versteht sich. Dies sei wie bei den Olympischen Spielen beim Wettlauf "Bleischuhe" an den Füßen zu tragen. Musk ergänzte, dass China für US-Autos 25 Prozent Einfuhrzoll verlange, während die USA auf in China produzierte Autos lediglich eine Abgabe von 2,5 Prozent erheben.

Nun äußert sich Tesla-Gründer und Unternehmenschef Elon Musk auf Twitter persönlich zu dem Thema - und gibt der Vermutung Nahrung, dass aus Teslas China-Fabrik, die der Autobauer auf dem heute schon wichtigsten E-Automarkt weltweit dringend braucht, so schnell nichts werden wird. "Ich will nur ein faires Ergebnis, idealerweise eines, in dem die Zölle/Regeln gleich moderat sind", schrieb Musk. Denn China hätte zuletzt Bereitschaft bekundet, seinen Markt zu öffnen. In keinem anderen Land der Welt werden monatlich so viele neue Elektroautos zugelassen. Das geht aus einer Studie des Center of Automotive Management hervor. Experten befürchten, dass der Streit sich zu einem Handelskrieg ausweiten könnte.

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