Zeckenbiss und Impfung: So gelingt der Schutz vor FSME

Schild warnt vor Zecken

Am Veterinärmedizinischen Universität in Wien werden diese Daten zusammengeführt und ergänzt mit Klimadaten und anderen Phänomenen, etwa ob es ein Jahr mit Buchenmast war, also ein Jahr, in dem ein großes Nahrungsangebot auch den Wildtierbestand ansteigen lässt. Die Videoüberwachung hält fest, wie lange und oft die Zecken im Laub nach oben oder unten krabbeln - und wie hoch damit das Risiko für den Menschen für eine FSME- Infektion ist. In der Regel wird die Krankheit durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen.

Waren im Jahr 1998 nur 63 Landkreise, vornehmlich im Süden Deutschlands in Bayern und Baden-Württemberg, von der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragenden Zeckenpopulation gefährdet, waren es im Jahr 2016 laut GVI-Angaben bereits 146 Stadt- und Landkreise.

Zecken stechen nicht sofort zu.

Im vergangenen Jahr haben sich ungewöhnlich viele Menschen mit der durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis angesteckt. Während die FSME vor allem in süddeutschen Risikogebieten auftritt, kann sich die Lyme-Krankheit im ganzen Land entwickeln. Deshalb sollte man gleich nach dem Aufenthalt in einem möglichen Zeckengebiet vor allem Haaransatz, Ohren, Hals, Achseln, Armbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich und Kniekehlen absuchen.

Und wenn sich schon eine Zecke festgebissen hat? Zu einer Borreliose-Infektion kommt es innerhalb der ersten zwölf Stunden nach dem Stich nur selten. FSME-Viren werden dagegen schon innerhalb kurzer Zeit nach dem Stich übertragen. Die Borrelien sind im Darm der Zecke, und es dauert eine Weile, bis sie nach draussen gelangen.

Treten nach einem Zeckenbiss Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen oder Abgeschlagenheit auf, kann das auf Borreliose hindeuten. Auch eine FSME-Infektion äußert sich zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und kann zu einer Entzündung der Hirnhaut, des Hirns oder des Rückenmarks führen. Im Gegensatz zum Impfschutz bei FSME ist eine Impfung gegen Borreliose nicht möglich. Gegen die FSME kann man sich durch jährliche regelmäßige Impfungen schützen. Dazu rät die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Hierbei sind zwei bis drei Impftermine nötig. Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

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