Eon will RWE-Ökotochter Innogy übernehmen

Eon will Innogy übernehmen

Demnach übernimmt EON den gesamten RWE-Anteil von 76,8 Prozent. RWE bekommt zudem weitere Geschäftsteile: von Innogy das Gasspeichergeschäft und den Anteil am österreichischen Energieversorger Kelag; von Eon die Minderheitsbeteiligungen an den von RWE betriebenen Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen. Dazu hätten sie eine Grundsatzeinigung erzielt, die einen weitreichenden Tausch von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen sowie eine Barzahlung von RWE an Eon in Höhe von 1,5 Milliarden Euro vorsieht. Hier finden Sie Antworten zu fünf Fragen rund um den Mega-Deal der deutschen Energiewirtschaft. An der Börse hatte eine Innogy-Aktie zuletzt 34,53 Euro gekostet. RWE hatte das eigene Geschäft mit erneuerbaren Energien, dem Vertrieb und dem Netz erst im Oktober 2016 unter dem Namen Innogy an die Börse gebracht. Konzernkreise rechneten erst ab 2020 damit, dass sich die Investitionen in neue Windparks auszahlen würden. Eon wird das Geschäft mit Energienetzen und Dienstleistungen rund um Energie kontrollieren.

Eon und RWE sind beide in Nordrhein-Westfalen ansässig und haben bei der europaweiten Abkehr von fossilen Energieträgern ähnliche Wege beschritten: Beide Konzerne vollzogen die Abspaltungen 2016. RWE würde damit der größte Einzelaktionär von Eon.

Auf dem deutschen Strommarkt bahnt sich eine weitreichende Neuordnung an.

Die Geschäfte sollen jetzt unter Eon und RWE aufgeteilt werden. RWE würde damit zu einem führenden europäischen Unternehmen für erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit mit einem breit diversifizierten Portfolio aus erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung, die über die bestehende Handelsplattform vernetzt sein würden.

Nach der Grundsatzeinigung soll RWE zunächst eine Beteiligung an Eon von 16,67 Prozent erhalten. Die Aktien würden von E.ON im Rahmen einer 20 %-Sachkapitalerhöhung aus bestehendem genehmigten Kapital ausgegeben.

Die RWE-Tochter für erneuerbare Energien, Innogy, soll vom Energiekonzern EON übernommen werden. Eon wolle den Innogy-Minderheitsaktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot in bar von 40 Euro je Aktie vorlegen. Ziel sei eine volle Integration von Innogy in den Eon-Konzern.

Über einen Verkauf von Innogy ist in den vergangenen Monaten wiederholt spekuliert worden. Nach einem Absturz des Aktienkurses und zunehmender Kritik räumte Vorstandschef Peter Terium seinen Posten. Wegen andauernder Probleme auf dem britischen Markt musste Innogy die Gewinnprognose für 2017 kappen. Das für die Dividendenberechnung ausschlaggebende bereinigte Nettoergebnis werde 2017 wie geplant bei mehr als 1,2 Milliarden Euro liegen.

Gremien beider Unternehmen müssen der Transaktion noch zustimmen. Innogy soll zerschlagen werden.

Eon und RWE legen in der kommenden Woche ihre Bilanzen vor.

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