EU dringt im Handelsstreit mit den USA auf Ausnahmen

EU dringt im Handelsstreit mit den USA auf Ausnahmen

US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron die von ihm verfügten Strafzölle auf Stahl-und Aluminiumimporte verteidigt. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sagte nach Gesprächen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in Brüssel, dass es keine unmittelbare Klarheit über das genaue US-Verfahren gebe. Am Samstag sagte die scheidende Wirtschaftsminister Brigitte Zypries (SPD) im Deutschlandfunk, von einem Handelskrieg könne noch keine Rede sein.

Wie geht es weiter im Handelsstreit zwischen den USA und der EU? Die Gespräche über die US-Zölle auf Stahl und Aluminium sollen kommende Woche fortgesetzt werden, sagte Malmström.

Bisher sei nicht klar geworden, wie genau die USA sich die Mechanismen vorstellten, nach denen bestimmte Länder von den Zöllen ausgeklammert werden könnten, so Malmström. "Die Europäische Union, wunderbare Länder, welche die USA beim Handel sehr schlecht behandeln, beschwert sich über die Zölle auf Stahl und Aluminium", schrieb Trump am Samstag beim Kurzbotschaftendienst Twitter. Dabei dringt Brüssel darauf, dass die EU - wie Kanada und Mexiko - von den geplanten Maßnahmen ausgenommen wird. Die wichtigsten Fragen und Antworten. Japan ist ebenso wie die EU-Länder von der Regelung betroffen, die Präsident Trump am Donnerstag erlassen hatte.

Ein Durchbruch wurde von den bereits seit längerem angesetzten Konsultationen ohnehin nicht erwartet. Die EU-Kommission bereitet Gegenmaßnahmen vor. Darüber habe er mit Premierminister Malcolm Turnbull gesprochen, teilte Trump am Freitag per Twitter mit. Die Europäer dürften in dem Gespräch unter anderem betonen, dass die EU ebenfalls ein enger Verbündeter sei. Beide Präsidenten hätten "alternative Wege" erörtert, die Besorgnisse der USA auszuräumen.

"Wenn sie ihre schrecklichen Barrieren und Zölle auf eingeführte US-Produkte fallenlassen, werden wir umgekehrt unsere aufgeben", schrieb Trump weiter.

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