Handelsstreit: Trump kündigt Gespräche mit EU über US-Strafzölle an

EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker spricht am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg

In einzelnen Bereichen wie Lkw und Pickup-Trucks hätten dagegen die USA höhere Zölle. Dies gelte auch für andere Produkte wie Schuhe, Textilien oder Erdnüsse. Die EU habe "einen der offensten Märkte der Welt". "Wenn jemand Steine wirft, sollte er sich zuerst vergewissern, dass er nicht im Glashaus sitzt", sagte ein Sprecher. Trump hatte in der vergangenen Woche Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte verhängt, die am 23. März in Kraft treten sollen.

Dort haben die Republikaner (anders als im Senat) eine relativ bequeme Mehrheit von 240 zu 194 Stimmen - weshalb das, was der US-Präsident Donald Trump in diesem Rust-Belt-Bundesstaat von sich gibt, (anders als manche US-Medien meinen) wahrscheinlich nicht ausschließlich auf diese Nachwahl gemünzt ist. Die EU-Kommission prüft etwa Importabgaben auf US-Waren wie Whiskey, Motorräder und Erdnussbutter. Diese seien nicht fair für amerikanische Bauern und Produzenten. Während einer Rede in Pennsylvania drohte er ganz konkret, Autos der deutschen Hersteller Daimler und BMW zu belasten. Auch bei der durchschnittlichen Höhe der Einfuhrzölle lag die EU 2016 mit 5,16 zu 3,48 Prozent klar vor den USA.

Bei den Gesprächen seines Handelsministers werde es um die Abschaffung der "hohen Tarife und Barrieren" gehen, welche die EU im Handel gegen die USA einsetze, kündigte Trump an.

Am Wochenende waren bereits EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer in Brüssel zusammengetroffen. Nach dem vierstündigen Gespräch äußerte sich die EU-Vertreterin jedoch enttäuscht über mangelndes Entgegenkommen der USA. Auch hier signalisierte Handelsminister Zhong Shan Verhandlungsbereitschaft mit der Trump-Administration und meinte, die Volksrepublik wolle zwar "ihre Interessen resolut verteidigen", aber auch einen "Dialog", weil ein "Handelskrieg" allen Beteiligten schaden würde. Der Handel werde von einigen zum "Sündenbock" für Probleme der Globalisierung gemacht, sagte sie am Montag in Brüssel. Die EU habe aber "keine Angst". Sie werde sich "gegen Rabauken" im internationalen Handel wehren.

Auf Twitter meinte er gestern, die Europäische Union bestehe aus "wundervollen Ländern, die die USA beim Handel sehr schlecht behandeln und sich über Zölle auf Stahl und Aluminium beklagen". Trump stellte auch eine Ausnahmeregelung für Australien in Aussicht.

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