Zeitung: Fusion von Deutscher und Postbank kostet jede fünfte Stelle

Deutsche Bank und Postbank

Die Fusion der Deutschen Bank mit der Postbank spart beiden Geldhäusern mehrere Tausend Stellen. Damit würde sich die Zahl der Beschäftigten im Privat- und Firmenkundengeschäft der beiden Häuser von derzeit 30.000 um ein Fünftel verringern. In den kommenden vier Jahren sollten jeweils 1500 Mitarbeiter über freiwillige Abfindungsprogramme und natürliche Fluktuation das Unternehmen verlassen, berichtete die "Welt am Sonntag" vorab.

Bereits im Dezember war bekanntgeworden, dass bei der Deutschen Bank im Zuge der Integration der Postbank über Vorruhestandsregelungen und ein freiwilliges Abfindungsprogramm bis zu 1000 Stellen wegfallen sollen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Mitte 2021 ausgeschlossen.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, wollte noch keine konkreten Äußerungen zum Abbau von Mitarbeitern tätigen. Zweifel, dass die Integration der Postbank scheitern könnte, wehrte Sewing ab: Die Integration werde gelingen, "weil der gemeinsame Wille dafür da ist und weil wir mit der Verschmelzung der Banken einen neuen Ansatz haben, der die Strukturen und Unternehmensführung deutlich vereinfachen wird, wenn wir aus den beiden Banken eine machen", sagte er.

Vor allem in den beiden Zentralen in Bonn und Frankfurt dürften Jobs wegfallen. Ab 2022 soll der Zusammenschluss rund 900 Millionen Euro pro Jahr an Synergien bringen. Mit den Gewerkschaften hatte sich die Bank im Herbst auf den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen geeinigt.

Im Gegenzug fallen für Umbau und IT-Investitionen insgesamt 1,9 Milliarden Euro Kosten an.

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