Rami Hamdallah entgeht Anschlag

Rami Hamdallah

Bei einer Explosion nahe des Autokonvois des palästinensischen Ministerpräsidenten Rami Hamdallah im Gazastreifen sind am Dienstag mehrere Menschen verletzt worden, wie "Al Jazeera" berichtet.

Während Palästinenserchef Mahmud Abbas die Hamas für den Anschlag verantwortlich machte, meldete die Hamas, dass mehrere Tatverdächtige festgenommen worden seien und dass man mit der Untersuchung des Vorfalls begonnen hätte.

Palestinians inspect the site of an explosion that targeted a convoy that was carrying Palestinian Prime Minister Rami Hamdallah, in the northern Gaza Strip March 13, 2018. Er reiste in den Gazastreifen, um eine Abfallverwertungsanlage einzuweihen. Sein Sprecher sagte: "Der Angriff auf den Konvoi ist ein Angriff auf die Einheit des palästinensischen Volkes". Auch die Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, verurteilte den Angriff. Sie kritisierte Abbas dafür, sie für den Vorfall verantwortlich zu machen.

Im Oktober hatten die einst tief verfeindeten Organisationen Hamas und Fatah ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet.

Doch noch bevor er den Gazastreifen wieder verliess, nahm Hamdallah wie geplant an der Einweihung der neuen Kläranlage teil. "Das wird uns nicht davon abhalten, mit der nationalen Einheit weiterzumachen", sagte Hamdallah. Die Hamas bezeichnete den Anschlag als ein Verbrechen und den Versuch, der Sicherheit des Gazastreifens und der Einheit mit der Fatach Schaden zuzufügen. Der Prozess läuft bisher aber sehr schleppend. Die Hamas erklärte sich darin zum Verzicht auf die Kontrolle im Gazastreifen bereit. Die Hamas spricht Israel das Existenzrecht ab und wird von der EU, der USA und Israel als Terrororganisation eingestuft. Israel hat eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die mittlerweile von Ägypten mitgetragen wird.

Die Explosion vom Dienstag ereignete sich in der Nähe des Ortes, an dem 2003 bei einem Bombenanschlag auf einen US-Konvoi drei US-Sicherheitsleute starben und ein amerikanischer Diplomat verletzt wurde.

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