Soros-Uni kommt nach Wien

Archivbild vom Areal des Otto-Wagner-Spitals

Der geplante Standort am Otto Wagner Areal - 25.000 Quadratmeter im Otto-Wagner-Spital - soll den Campus in Budapest und den amerikanischen Standort am Bard College im Bundesstaat New York ergänzen.

Die Central European University (CEU) des US-Milliardärs George Soros kommt voraussichtlich nach Wien, wie der "Kurier" berichtet.

"Für Wien als Universitätsstadt bietet sich durch die Zusammenarbeit mit der CEU eine Jahrhundertchance", so Bürgermeister Michael Häupl.

In der offiziellen Aussendung klingen die Pläne allerdings noch etwas vage: "Um konkrete Planungsschritte zu setzen, wird demnächst von CEU und der Stadt Wien ein Memorandum of Understanding unterzeichnet", heißt es. Ausgearbeitet wurde es von der Wiener Wirtschaftsagentur.

Budapest soll laut Ignatieff aber die "Homebase" der Soros-Uni bleiben. Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán erklärte Soros zum "Staatsfeind", der Hochschule in Budapest droht das Aus - auch wenn derzeit noch Verhandlungen laufen.

Die Universität soll etwa ein Drittel des Areals besiedeln, das nach wie vor für die Öffentlichkeit zugänglich ist. In der Absichtserklärung wurde festgehalten, dass das Areal auch weiterhin öffentlich zugänglich und die historische Bausubstanz bestehen bleiben muss. Die ersten 500 Studenten sollen im Wintersemester 2019 beginnen. Bis 2022 soll der Wiener Krankenanstaltenverbund ausziehen und der Campus fertiggestellt werden. "Das geht sich aus", sagt eine Sprecherin des KAV. Das Krankenhaus wird im Zuge der Spitalsreform abgesiedelt. Weitere 60 bis 80 Wohnungen werden in sanierten Pavillons untergebracht.

Wiens Vizebürgermeisterin und Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne), die der in Ungarn unter Druck geratenen Privatuniversität bereits im April die Übersiedlung nach Wien angeboten hatte, begrüßte die Entscheidung ebenfalls: "Das ist ein Best-Case-Szenario: Nicht nur steigt mit der Central European University Wiens Bedeutung als einer der wichtigsten Universitätsstandorte in Europa, sondern es ist uns gemeinsam gelungen, eine optimale Lösung für die Nutzung am Steinhof zu finden", zeigte sie sich in einem schriftlichen Statement gegenüber der APA erfreut.

"Die angekündigte Ansiedlung der CEU unterstreicht den hohen Stellenwert Wiens als internationaler Wissenschaftsstandort", sagt die zuständige Stadträtin Renate Brauner (SPÖ). Der Mietvertrag soll über 99 Jahre abgeschlossen werden. 1000 Arbeitsplätze sollen - abgesehen vom Personal, das die Uni mitbringt - in Wien geschaffen werden. Deshalb könne auch über die Kosten für ein Semester an der Privatuni noch nichts gesagt werden. Das sei laut Hirczi vergleichbar mit der Ansiedelung der europäischen Arzneimittel-Agentur, für die Wien sich beworben, den Zuschlag aber nicht bekommen hatte. Welche Fächer, steht laut einer Sprecherin der CEU noch nicht fest.

Related:

Comments

Latest news

Klare Verhältnisse bei Goldman Sachs - Solomon gewinnt Machtkampf im Vorstand
Unter dem 63-Jährigen festigte Goldman Sachs den Ruf als Gelddruckmaschine, wobei die Geschäfte zuletzt schleppender liefen. Er baute ein renidteträchtiges Anleihengeschäft auf. "Ich fühle mich wie Huck Finn, der seiner eigenen Grabesrede lauscht".

15-Jähriger nach tödlichen Messerstichen vor dem Richter
Dieser Fall hat ganz Berlin geschockt: Die 14-jährige Keira wurde niedergestochen und starb kurz danach! Date kurz vor ihrem Tod? Das Zuhause des Mädchens, das auch der Tatort war, wurde auf Spuren untersucht, ebenso die Umgebung des Mehrfamilienhauses.

Zwei Menschen ins Krankenhaus gebracht "Verdächtiges Paket" in britischem Parlament
Sie habe unter anderem die Ausweisung von Diplomaten und die Annullierung von Visa von Russen mit Verbindungen zum Kreml geprüft. Die britische Premierministerin wird sich vor dem Parlament in London zum Fall des vergifteten Ex-Spions Sergej Skripal äußern.

LondonMay beruft Krisentreffen im Fall des Ex-Agenten Skripal ein
Sie wurden der Polizei zufolge Opfer eines Attentats mit Nervengift und befinden sich weiterhin in einem kritischen Zustand. Der frühere Doppelagent soll den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 über russische Agenten in Europa informiert haben.

18-Jährige dürfen in den USA weiter Waffen kaufen
Unter anderem hatte Trump damals davon gesprochen, die Altersgrenze für den Kauf bestimmter Waffen von 18 auf 21 Jahre anzuheben. Das wurde am Sonntagabend bei der Vorstellung eines Maßnahmenpakets des Weißen Hauses gegen Waffengewalt an Schulen bekannt.

Other news