FPÖ: Hans-Christian Strache entschuldigt sich bei ORF-Moderator

Strache vs. Wolf Zehn Tage lang Entschuldigung auf Facebook

Strache zahle außerdem neben den Verfahrenskosten eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Euro. Neben Wolf hatte auch der ORF Klagen auf Unterlassung und Urteilsveröffentlichung gegen Strache und Facebook eingebracht.

Die Klagen des ORF gegen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bzw. gegen Facebook in Sachen "Lügen"-Posting sind vorerst noch nicht erledigt".

Im nun geschlossenen außergerichtlichen Vergleich verpflichtet sich Strache, "diese oder sinngleiche Behauptungen zu unterlassen", teilte Wolf mit. "Das sind der ORF und das Facebook Profil von Armin Wolf". Die Veröffentlichung in der "Krone" ist laut einem Sprecher von Strache für Mittwoch geplant, ab dann soll die Entschuldigung auch zehn Tage lang in seinem Beitragsfeed fixiert bleiben. Nach der Bezichtigung der Fake News vom Vizekanzler, der auch die Gebühren für den òffentlich-rechtlichen Rundfunk in Frage gestellt hatte, hatte Nachrichtenjournalist Wolf in den sozialen Medien viel Zuspruch erfahren. Strache hatte das Posting mit einem Emoji geschmückt und als "Satire" bezeichnet. Für diese Behauptung entschuldigt sich Strache nun sowohl beim Angesprochenen als auch bei den ORF-Mitarbeitern und zwar zehn Tage lang auf seiner eigenen Facebook-Seite mit dem rechts unten eingeblendeten Text, aber auch einmalig in einem Inserat auf Seite drei der "Kronen Zeitung".

Moderator Armin Wolf hat die Entschuldigung Straches vorab auf seinem Blog veröffentlicht.

In der Anzeige heißt es: "Entschuldigung von Heinz-Christian Strache gegenüber Armin Wolf: Ich habe am 13. Februar 2018 in einem Posting auf meiner privaten Facebook-Seite erklärt, "Es gibt einen Ort, wo Lügen und Fake-News zu Nachrichten werden". Weiter heißt es: "Ausdrücklich halte ich fest, dass ich Dr. Armin Wolf stets als höchst korrekten und professionellen Journalisten erlebt habe" und seine Aussage als "unwahr" zurückziehe. In Straches Facebook-Chronik war das umstrittene Posting schon am Dienstagnachmittag nicht mehr zu finden.

"Mir scheint diese Lösung fair und sinnvoller als ein möglicherweise jahrelanger Rechtsstreit durch mehrere Instanzen, da ich nicht annehme, dass der Vizekanzler eine (wahrscheinliche) Verurteilung ohne Berufungsverfahren akzeptiert hätte", begründet Wolf die außergerichtliche Einigung. Es ginge ihm nicht darum "einen Politiker vor Gericht zu zerren", sondern er wolle klarstellen, dass es Grenzen gibt, wenn Kritik an Journalisten diffamierend wird. Es liefen "Vergleichsgespräche zwischen den Anwälten", sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Dienstag der APA.

Heinz-Christian Strache wurde im Verfahren von Anwalt Michael Rami, Armin Wolf von Michael Pilz vertreten. Auch im Fall der Klage des Senders ORF gegen den Vizekanzker wird ein Vergleich angestrebt. Von Facebook will man die netzwerkweite Löschung des Sujets, da ein Löschungsantrag erfolglos geblieben war.

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