Google verbannt Werbung für Kryptowährungen

Jessica Stansfield ist Head of Global Product Policy von Google

Kryptowährungen erfreuen sich schon seit langer Zeit großer Beliebtheit und werden von vielen Nutzern und frühen Investoren langfristig als wichtigstes Zahlungsmittel gesehen. Damit können dann weder ICOs beworben werden, Trading-Plattformen Werbung schalten als auch andere Stellen im Web promotet werden, in denen es um die Kryptowährungen geht. Das kündigte der Internet-Riese am Mittwoch in einem Blog-Eintrag zur Aktualisierung seiner Werberegeln an. Sie gelten aber als höchst spekulativ und werden auch immer wieder für Lösegelderpressungen genutzt.

Facebook hatte Ende Jänner angekündigt, keine Werbung für Kryptowährungen mehr anzeigen zu wollen. 2016 löschte Google 1,7 Milliarden Anzeigen, im Jahr zuvor waren es lediglich 700 Millionen "Bad Ads", die gegen die Werberichtlinien des Konzerns verstießen. Daneben registrierte Google 79 Millionen Anzeigen, die auf Websites verlinkt hatten, welche Schadsoftware enthielt. Google aktualisierte unter anderem auch seine Richtlinien für Glücksspielwerbung. Bei Versuchen, die Richtlinien zu Kryptowährungen beispielsweise durch absichtliche Schreibfehler bei Keywords wie "Bitcoin" zu umgehen, werde man ähnlich vorgehen und diese Werbung herausfiltern, sagte eine Google-Sprecherin gegenüber dem US-Finanznachrichtendienst Bloomberg.

In den vergangenen Jahren habe auch der Betrug mit falschen Nachrichten deutlich zugenommen, die die wachsende Popularität von Online-Nachrichten ausnutzten. Anbieter würden dabei Nutzer durch Fake News auf Websites locken, um Geld zu verdienen. Von 11 000 untersuchten Websites blockierte Google demnach über 650, 90 Verlagen wurde gekündigt.

Seit 15 Jahren investiere Google in Technologien und Talente, um gegen Anzeigenbetrug, Malware und betrügerische Inhalte vorzugehen. So seien im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden davon entfernt worden - mehr als 100 pro Sekunde, wie Google-Manager Scott Spencer in einem Blogeintrag vorrechnete.

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