Audi rechnet mit weiterem harten Jahr

Der erste vollelektrische Audi der SUV „e-tron“ soll ab dem Jahresende in Brüssel-Forest vom Band laufen

Die Geschäftsführung erwartet einen stagnierenden Absatz und einen leichten Umsatzanstieg. In diesem Jahr sollen 20 Modelle neu auf den Markt kommen.

2018 bleibe ein Jahr des Übergangs, sagte der Audi-Geschäftsführer. Die Oberklasse-Konkurrenten Mercedes-Benz und BMW waren im vergangenen Jahr deutlich erfolgreicher unterwegs und konnten bei fast allen Kennziffern den Abstand zu Audi vergrößern. Auch der Austausch von vier Vorständen im Herbst ging nicht spurlos an den Ingolstädtern vorbei.

"An dieser Stelle will ich klar sagen, dass die Dieselkrise für uns noch nicht abgeschlossen ist". Software-Updates für mindestens 156 000 deutsche Diesel-Kunden stehen aus, sollen aber ohne weitere Rückstellungen abgewickelt werden. Etwa bei Audi, wo Konzernchef Rupert Stadler jetzt überraschend ein neues Elektromodell angekündigt hat. Dafür wird der Bau des A1 von Brüssel ins spanische Seat-Werk Martorell verlagert, des Q3 von Martorell ins ungarische Györ und ein Teil der A3-Produktion von Györ ins Stammwerk Ingolstadt. Dabei entstehen Fahrzeug-Architekturen, die kompromisslos für das elektrische Fahren maßgeschneidert sind und hohe Konzernsynergien ermöglichen, so die Hoffnung des Konzerns. Als Preis lässt Audi 80.000 Euro durchblicken. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sollen dieses Jahr auf über 6,5 Prozent vom Umsatz steigen.

"Finanzvorstand Alexander Seitz sagte, 2018 sei ein "Ausnahmejahr und Kraftakt für Audi". Trotzdem werde 2018 mindestens 8 Prozent vom Umsatz als Gewinn verbleiben, wie auch in Zukunft, "ohne Abstriche", betonte Seitz. Durch gemeinsame E-Plattformen mit Porsche und mit Volkswagen, das Streichen von Motor- und Getriebevarianten und mehr Modellvarianten will Audi aber deutlich effizienter werden. In China nimmt sich die Marke mit seinem chinesischen Partner FAW vor, statt heute sechs bis 2022 mindestens 13 Modelle vor Ort zu bauen. Damit wolle der Hersteller seine "Führungsrolle in der Oberklasse" behaupten, so Stadler.

Nicht äußern wollte er sich zu möglichen Zollerhöhungen in den USA. Im vergangenen Jahr hatte Audi seine Verkäufe um 0,6 Prozent auf 1,9 Millionen Autos gesteigert und den Umsatz um 1,4Prozent auf gut 60 Milliarden Euro. Die Kosten der Diesel-Abgasaffäre schlugen bei Audi noch einmal mit 400 Millionen Euro zu Buche, das um Sonderkosten bereinigte operative Ergebnis kletterte von 4,8 auf 5,1 Milliarden Euro. "Wir werden im nächsten Jahrzehnt ein agileres Unternehmen sein", sagte Stadler.

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