US-Verteidigungsminister Mattis überraschend in Kabul

USA sehen Gesprächssignale bei Taliban in Afghanistan

US-Verteidigungsminister James Mattis hat bei einem Überraschungsbesuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul den Oberkommandierenden der NATO- und der US-Streitkräfte und Präsident Ashraf Ghani getroffen.

Ghani und Mattis haben demnach außerdem über die in der zweiten Jahreshälfte anstehenden Parlamentswahlen, das angespannte Verhältnis zu Pakistan sowie den Kampf gegen die wuchernde afghanische Drogenindustrie diskutiert, von der auch die Taliban profitieren. "Wir hatten einige Taliban-Gruppen, kleine Gruppen, die entweder herübergekommen sind oder ihr Interesse an Gesprächen gezeigt haben". Federführend bei Friedensverhandlungen müsse die afghanische Regierung sein.

Die Islamisten lehnen bislang Gespräche mit der Regierung in Kabul ab, die sie als ein von außen aufgezwungenes Regime bezeichnen. Die Taliban regten stattdessen Gespräche mit der US-Regierung an, um den sei fast 17 Jahren andauernden Krieg zu beenden.

Afghanistans Präsident Aschraf Ghani hatte einen Kurswechsel eingeleitet und den Taliban Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen angeboten. Die haben darauf bisher nicht reagiert und ihre Angriffe fortgesetzt. Nach Jahren der Truppenabzüge sieht sie unter anderem die Entsendung von Tausenden zusätzlichen Soldaten und sehr viel mehr Luftangriffe vor. Die USA wollen die Taliban durch militärischen Druck an den Verhandlungstisch bringen. Sie kontrollieren nach offiziellen Angaben wieder mindestens 14,3 Prozent des Landes. In Usbekistan soll Ende März eine Afghanistan-Friedenskonferenz stattfinden. Die Gastgeber rechnen nicht mit einer Teilnahme der Taliban.

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