Laudas Pläne für seine neue Airline

Ab Anfang Juni soll die Flotte der in Wien stationierten Airline dann 21 Flugzeuge umfassen.

Niki Laudas neue Fluglinie Laudamotion ist bereit abzuheben. Im Gegenzug vermarktet Condor Laudamotion-Flüge. Inhaltlich soll die neue Arbeitsvereinbarung auf den alten Niki-Abmachungen aufbauen, die Laudamotion übernommen hat, bestätigt Lauda.

Der Neustart der ehemaligen Air-Berlin-Tochter Niki unter dem Namen Laudamotion steht noch auf wackeligen Beinen. Aufgrund steigender Passagierzahlen könnte Laudamotion Reisende der Lufthansa-Tochter Eurowings bei Kapazitätsproblemen übernehmen, sagte Lauda an einer Medienkonferenz in Wien.

Für den Flugplan benötige die Laudamotion 40.000 Slots, das heißt, "dass wir 20.000 der 60.000 gekauften Slots zurückgeben werden".

Die ersten Flüge der Laudamotion werden über Condor abgewickelt, "wir kooperieren im Vertrieb, da ist Condor sehr hilfreich", so Lauda. Niki hatte etwa 1000 Beschäftigte - betrieb allerdings auch 21 Flugzeuge. Dafür sucht er zurzeit den Schulterschluss mit der Lufthansa und ihrer Billigairline Eurowings.

Ein Wet-Lease, bei der Laudamotion-Jets samt Besatzung für Eurowings an den Start gingen, wäre nach Laudas Ansicht nicht zulässig.

Lufthansa hofft nach Aussage von Konzernchef Carsten Spohr, Zugriff auf die Kapazität von sieben bis zehn Jets zu bekommen. Über die Kooperation, die für Laudamotion von grosser Bedeutung ist, entscheiden aber letztlich die Wettbewerbshüter: "Wir können erst dann anfangen darüber konkret nachzudenken, wenn die Wettbewerbshüter es auch so sehen", sagte Lauda dazu. Am Freitagnachmittag finde ein Gespräch mit BWB-Chef Theodor Thanner statt. Lauda, der Niki 2003 gründete und 2011 an Air Berlin verkaufte, erhielt mit seiner Firma Laudamotion Ende Januar für 50 Millionen Euro den Zuschlag für die Fluggesellschaft und bremste damit den spanisch-britischen Rivalen IAG aus.[nL8N1PI5JO] Air Berlin wurde nach der Pleite im vorigen Sommer zerschlagen.

Der Wiedereinstieg in das Ferienfluggeschäft ist für Lauda ein hohes Risiko. Daher will er seine Maschinen unter eigener Flugnummer an den Start schicken - ansonsten droht der ehemalige Formel-1-Rennfahrer diese Slots zu verlieren. Wirtschaftlich rechnet Lauda in den ersten Monaten mit einem Verlust im einstelligen Millionenbereich. Er wolle aber keinen Fehler machen und auf Nummer sicher gehen.

Nach Unternehmensangaben hat die Laudamotion derzeit 651 Mitarbeiter, davon 168 Piloten. Spekulationen, dass auch eine Zusammenarbeit von Laudamotion mit Ryanair geplant sei, wies Lauda ausdrücklich zurück. "Wir zahlen ähnliche Einstiegsgehälter wie die Austrian Airlines", sagte er.

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