Was genau will Nordkoreas Außenminister in Schweden?

Der nordkoreanische Aussenminister Ri Yong Ho beim Verlassen des schwedischen Regierungsgebäudes in Stockholm. Es ist weiter unklar wo ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un stattfinden könnte. (Bild

Stockholm.Nach diplomatischen Gesprächen in Stockholm deutet immer mehr darauf hin, dass Schweden Gastgeber eines möglichen Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un werden könnte.

Das schwedische Außenministerium teilte am Donnerstag mit, dass Ri sich am Donnerstag und Freitag in Schweden aufhalten und mit seiner Amtskollegin Wallström Gespräche führen werde.

Die Aufmerksamkeit richtet sich auch darauf, ob anlässlich des Besuchs des nordkoreanischen Außenministers ein direkter Kontakt zwischen Nordkorea und den USA in Schweden zustande kommt.

Löfven bekräftigte nach dem kurzen Gespräch sein Angebot, als Vermittler zwischen Trump und Kim aufzutreten.

US-Präsident Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim hatten in der vergangenen Woche dem Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm eine spektakuläre Wendung gegeben, indem sie sich zu einem Gipfeltreffen bereit erklärten. Ort und Zeit stehen allerdings noch nicht fest. Als mögliche weitere Orte für den Gipfel werden die ebenfalls neutrale Schweiz (Kim Jong-un war in der Nähe von Bern in die Schule gegangen), der südkoreanische Ort Panmunjom an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea, Peking oder gar Pjöngjang selbst genannt.

Zuletzt wurde daher spekuliert, ob das mögliche Treffen zwischen Trump und Kim in Stockholm stattfinden wird.

Die schwedische Regierung gab sich zu den Gesprächsthemen des Treffens mit Ri zugeknöpft: Man werde die Sicherheitslage auf der nordkoreanischen Halbinsel ansprechen, hieß es. Wenn Schweden aber helfen könne, indem das Land seine Rolle und Kontakte nutze, werde man das tun. Das skandinavische Land unterhält seit den 1970er Jahren eine Botschaft in Pyongyang und vertritt vor Ort auch die Interessen der USA.

Die staatlichen Medien in Nordkorea berichteten, dass der Besuch des Außenministers den bilateralen Beziehungen zu Schweden und anderen Themen von gemeinsamen Interesse diene. Dem müssten aber die Hauptakteure Südkorea, Nordkorea, China, die USA und Japan zustimmen. Das nährte Befürchtungen, der Konflikt könne eskalieren. Er gilt aber als militärisch nicht lösbar. Eine diplomatische Lösung ist extrem kompliziert.

Zuletzt hatten sich die beiden Koreas vorsichtig angenähert. Washington und seine Verbündeten erwarten von Nordkorea konkrete Schritte zur Denuklearisierung. Nordkorea kann nach eigenen Angaben jetzt auch das gesamte US-Festland mit Atomsprengköpfen angreifen.

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