Bericht: Millionen-Abfindung für Ex-Bahnchef Grube

Warmer Geldregen für Ex-Bahn-Chef Rüdiger Grube

Rüdiger Grube hat Ende Januar 2017 seinen Job als Bahn-Chef regelrecht hingeschmissen.

Dem ehemaligen Bahn-Chef soll sein Rücktritt mit 2,25 Millionen Euro versüßt worden sein. Obwohl der Manager nach Streit um eine Vertragsverlängerung sein Amt bereits Ende Januar 2017 aufgab, soll er rund 2,3 Millionen Euro erhalten haben.

Das berichtet die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf Unterlagen zur nächsten Aufsichtsratssitzung.

Anfang 2017 hat Rüdiger Grube als Bahn-Chef hingeschmissen. Am Donnerstag findet die Bilanzpressekonferenz des Konzerns statt, in dem Geschäftsbericht werden auch die Gehälter der Vorstandsmitglieder veröffentlicht.

Von dieser Summe seien etwa 2,25 Millionen als "Bezüge im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit" gezahlt worden sein - als Abfindung! Weitere Angaben finden sich dort nicht.

Die Bilanz von Grubes knapp acht Jahren Amtszeit ist umstritten und wird von Fachleuten eher kritisch gesehen. Nach dem Daten- und Überwachungsskandal sowie dem gescheiterten Börsengang unter Vorgänger Hartmut Mehhdorn versprach der vormalige Daimler-Manager eine erfolgreiche Neuausrichtung des Riesenkonzerns mit seinen mehr als 300 000 Beschäftigten und über 1000 Beteiligungen. Die Umsetzung gelang nur ansatzweise, das Aktions- und Sanierungsprogramm "Zukunft Bahn" stieß bei den Gewerkschaften und Teilen der Politik auf harten Widerstand. Deshalb wuchs die Kritik an Grube auch in der Regierungskoalition. Zuvor hatte es Meinungsverschiedenheiten über eine Verlängerung seines Vertrags um zwei oder drei Jahre gegeben.

Deutliche Kritik übte Matthias Gastel (47), der Bahnexperte der Grünen-Fraktion im Bundestag in der Stuttgarter Zeitung: "Es ist kein Wunder, dass die Kritik an Politikern und Managern immer heftiger wird, wenn solche irrwitzigen Summen als Abfindungen gezahlt werden".

Der Grünen-Politiker fordert jetzt eine Erklärung von der Bundesregierung, ob und wann sie von der Abfindung erfahren hat. Gastel: "Wenn die große Koalition wusste, dass solche Summen im Spiel sind, dann hat sie ihr erstes handfestes Problem".

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