Simone Lange reicht Bewerbung um SPD-Vorsitz ein

Simone Lange

Lange pocht auf eine Trennung von Partei- und Fraktionsvorsitz.

Berlin. Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange hat am Freitag offiziell ihre Kandidatur für den Vorsitz der SPD im Berliner Willy-Brandt-Haus eingereicht. Dagegen werde sich Nahles in dieser Legislatur darum bemühen, die Fraktion auch bei schwierigen Entscheidungen von Schwarz-Rot zusammenzuhalten. Auch auf eine öffentliche Diskussion habe sie Lust. Sie habe die Unterstützung von 35 Ortsvereinen, täglich kämen neue dazu, sagte die schmale Frau, die in Thüringen aufwuchs, aber schon 21 Jahre in Schleswig-Holstein wohnt und mit "Moin" grüßt. Allerdings hat die SPD 7741 Ortsvereine. Und Nahles hat die Parteispitze hinter sich.

Nach dem Rücktritt von Martin Schulz als Parteichef hatte die SPD-Spitze sich für die Bundestags-Fraktionschefin Nahles als Nachfolgerin ausgesprochen. Um den Eindruck zu vermeiden, es würden Fakten geschaffen, übernahm zunächst der stellvertretende Parteivorsitzende Olaf Scholz kommissarisch den Posten. "Ich gehöre zu denjenigen, die in den letzten Monaten mit ihrer SPD nicht ganz glücklich gewesen sind". Der Ruf nach echter Erneuerung und mehr Basisdemokratie ist laut geworden.

Lange fordert unter anderem, die SPD müsse sich für die unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verabschiedete Agenda 2010, zu der die Einführung von Hartz IV gehörte, entschuldigen. "Die SPD kann nur dann wieder an Zustimmung gewinnen, wenn sie neben der Regierungsarbeit wieder ein eigenständiges Profil entwickelt, das sich klar von der Großen Koalition unterscheidet", sagte die Basiskandidatin. Auch die Friedenspolitik wolle Lange stärken: "Natürlich" brauche es "statt eines Heimatministeriums ein Abrüstungsministerium", sagte sie. Dass sie Oberbürgermeisterin in Flensburg bleiben will, auch wenn zur Parteichefin gewählt werden sollte, sehe sie nicht als Widerspruch.

Lange werde nun auf Deutschlandtour gehen, bis zum SPD-Sonderparteitag will sie alle Bundesländer besucht haben. Welches Ergebnis sie am 22. April als Erfolg werten würde, wollte sie nicht sagen: "Danach gehe ich gar nicht". Das stehe im Vordergrund.

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