Türken beschießen Krankenhaus in Afrin

Syrische Armee

Mindestens 16 Zivilisten seien getötet worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Aus der mehrheitlich kurdischen Stadt Afrin in Nordsyrien sind nach Angaben von Aktivisten seit Mittwochabend bereits mehr als 150.000 Zivilisten vor der Offensive der türkischen Armee geflüchtet. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien haben die Angriffe zu einer Massenflucht aus Afrin geführt. Unter den Toten sollen demnach auch zwei schwangere Frauen sein.

In dem seit sieben Jahren wütenden Bürgerkrieg sind die Angaben der Beobachtungsstelle - wie auch jene der Konfliktparteien - für Medien kaum zu überprüfen.

Auch der Vize-Vorsitzende des kurdischen Roten Halbmondes, Serwan Bery, bestätigte den Angriff.

"Das Krankenhaus wurde von mehreren türkischen Granaten getroffen", berichtete auch der Arzt Joan Schitika. Bei der Einrichtung, in der Mitarbeiter des Roten Halbmonds arbeiteten, habe es sich um "das einzige funktionierende Krankenhaus in der Stadt Afrin" gehandelt.

Überdies meldete die Beobachtungsstelle, in der seit Wochen unter Beschuss der syrischen Regierungstruppen stehenden Rebellenhochburg Ostghuta bei Damaskus seien heute 30 Zivilisten bei neuen Luftangriffen getötet worden. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu rief zu verstärkten Bemühungen der Türkei, Russlands und des Irans für die Durchsetzung eines Waffenstillstands in Syrien auf. "Wir glauben, dass die Garantiemächte ihre gemeinsamen Bemühungen verstärken müssen, damit die Verstöße gegen den Waffenstillstand beendet, Zivilisten geschützt werden und die Lieferung von humanitärer Hilfe gewährleistet wird". Ankara sieht die YPG wegen ihrer Verbindungen zu der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation an. Damit habe sich die Zahl der Geflohenen in den vergangenen Tagen auf mehr als 35 000 allein in Afrin erhöht. Die meisten Menschen seien in Richtung der weiter entfernt liegenden Orte Nubul und Sahra geflohen.

Panzer der türkischen Armee vor dem syrischen Afrin.

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