Abstieg rückt näher: HSV: Kyriakos Papadopoulos kritisiert Trainer Christian Titz und Mitspieler

Hertha sucht das Tore-Gefühl. Pal Dardai im Stadion

Der in der Ehre gekränkte Kyriakos Papadopoulos polterte wegen seiner Verbannung auf die Auswechselbank gegen Hoffnungsträger Titz. Nur einer wollte nach der 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC gar nicht mehr aufhören zu reden.

Endlich klappt die Auferstehung Der 1. FC Köln verlässt nach einem überraschend souveränen 2:0 über Leverkusen den letzten Tabellenplatz in der Bundesliga - vor allem der zweite Treffer war besonders kunstvoll. Papadopoulos habe "sich und uns keinen Gefallen" getan, man werde das "nicht tolerieren". Er hat nicht das Recht, die sportliche Situation zu ignorieren. "Das Verhalten akzeptieren wir nicht", betonte Titz.

Sogar eine Suspendierung des Griechen scheint nicht ausgeschlossen. Spieler, die in der vergangenen Rückrunde noch für den Klassenverbleib gesorgt hatten, seien nun außen vor, beklagte er. Es sei "total schade, dass ich nicht spiele und dass manche erfahrene Spieler nicht in der Mannschaft waren", sagte der Innenverteidiger, der in der Vorsaison das Gesicht der Rettung war: "Die Mannschaft braucht diese Spieler". Nach dem Spiel fügte er an: "Ich habe keine Ahnung, warum ich nicht gespielt habe. Ich werde das Gespräch auch nicht suchen", sagte Papadopoulos und attackierte dann auch noch indirekt seine Kollegen. Nach der 1:0-Führung hätte man die Partie "nicht verlieren dürfen".

Nach gutem Start lief beim HSV gegen Hertha nicht mehr viel.

Sieben Spiele hat der taumelnde Club noch, sieben Punkte Rückstand sind es dank der Patzer der Konkurrenz bis zum Relegationsrang. Vorstandschef Wettstein sprach von Krawalltourismus und will Stadionverbote verhängen. "Wir können natürlich auch die Tabelle lesen", sagte er, aber sei noch "nicht der Moment" gekommen, "in dem man sagt: 'Das ist nicht mehr möglich'". Titz ging volles Risiko, brachte nach seiner ersten Trainingswoche fünf neue Spieler.

"Wir haben es nach dem Seitenwechsel nicht mehr geschafft, den Druck aufzubauen und sind in Rückstand geraten". Am Sonntag versuchte er weiter Optimismus auszustrahlen: "Grundsätzlich haben wir noch eine positive Stimmung, wir haben viel gut gemacht".

"Ich habe in der Halbzeit gesagt: Männer, der Gegner hat die Angst", berichtete Hertha-Trainer Pal Dardai über seinen Motivationskniff.

Wie so oft nach den inzwischen 14 sieglosen Spielen nacheinander haben die HSV-Profis die Journalisten nach dem Spiel wortlos passiert. Er ließ nicht nur Papadopoulos, Mergim Mavraj und Dennis Diekmeier draußen, sondern auch André Hahn und Sven Schipplock, allesamt Profis, die bei seinem Vorvorgänger Markus Gisdol zur Grundausstattung gehörten. Ihm droht ebenfalls eine Strafe.

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