Deutschland: Goldman Sachs ins Finanzministerium

Stau am Dreieck Funkturm

In Abwesenheit des neuen Finanzminister Olaf Scholz, der sich beim G20-Treffen in Argentinien aufhält, wird in Berlin eine wichtige Personalien aus seinem Ressort verkündet: Der Co-Chef von Goldman Sachs in Deutschland, Jörg Kukies, wechselt als Staatssekretär ins Bundesfinanzministerium, berichtet das Handelsblatt.

Jörg Kukies, der Co-CEO von Goldman Sachs Germany, soll ins Bundesfinanzministerium wechseln.

Scholz und Gatzer kennen sich schon lange und haben zuletzt die Bund-Länder-Finanzreform an entscheidenden Stellen verhandelt. Er arbeitet bereits seit 2001 für die US-Investmentbank in London und Frankfurt am Main. Er wird dort beamteter Staatssekretär und für die Finanzmarkt- und Europapolitik verantwortlich sein, während ihm Wolfgang Fink als Managing Director auf den Goldman Sachs-Posten folgen wird. Unter ihrer Führung tat sich die Bank schwer, an alte Erfolge anzuknüpfen.

Kukies ist seit vielen Jahren SPD-Mitglied und war als Juso-Chef in Rheinland-Pfalz Vorgänger von Andrea Nahles.

Aus dem Wirtschaftsflügel der SPD gab es Lob für die Entscheidung: Es sei "genial, sich einen Staatssekretär mit ausgewiesener internationaler Fachexpertise zu holen", sagte Harald Christ, Schatzmeister des SPD-Wirtschaftsforums.

Andererseits dürfte es auch Vorbehalte gegen einen Goldman-Sachs-Mann in der Regierung geben. Auch der aktuelle amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin arbeitete einst bei Goldman. Auch Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, und Mark Carney, Chef der Bank of England, kamen von Goldman.

Neben Investmentbanker Kukies holt Scholz den langjährigen Haushaltsstaatssekretär Werner Gatzer zurück ins Ministerium. Deutsche-Bahn-Vorstand Werner Gatzer kehrt ins Finanzministerium zurück. Anfang Januar übernahm er bei dem Staatskonzern den Vorstandsvorsitz der Konzernsparte Station & Service. Er hatte das Ressort erst Ende des vergangenen Jahres verlassen, um bei der Deutschen Bahn anzuheuern.

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