Billigfluglinie Ryanair steigt bei Laudamotion ein

Billigfluglinie Ryanair steigt bei Laudamotion ein

Airlinegründer Niki Lauda ist mit großen Neuigkeiten im Gepäck zu seinem ersten Laudamotion-Testflug aufgebrochen. "Ryanair will sich diversifizieren", so Lauda mit Verweis auf die Airbusflotte der Laudamotion - im Gegensatz zur Boeing-Flotte der Iren.

Ryanair-Chef Michael O'Leary bezeichnete es mehrfach auf Deutsch als "abgekartetes Spiel", dass die Reste des Konzerns zunächst weitgehend an Platzhirsch Lufthansa und zu kleineren Teilen an den britischen Billigflieger Easyjet gehen sollten.

Laudamotion ist die Nachfolge-Airline der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki. In den nächsten Wochen startet die Airline ihre Linien- und Charterflüge mit Verbindungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vorwiegend zu Urlaubsdestinationen am Mittelmeer. Der irische Billigflieger wolle fast ein Viertel an Laudas Firma Laudamotion übernehmen, teilte Ryanair mit. Der Niki-Gründer und ehemalige Rennfahrer Niki Lauda hatte das Unternehmen nach der Air-Berlin-Pleite für knapp 50 Millionen Euro zurückgekauft, nachdem eine Übernahme durch die Lufthansa am Widerstand der EU gescheitert war. Aktuell hat sich Laudamotion 14 Mittelstreckenjets aus der Airbus-A320-Reihe gesichert. Diese Dreiviertelmehrheit werde Laudamotion zufolge knapp 50 Millionen Euro kosten, allerdings müsse Ryanair im ersten Jahr weitere 50 Millionen Euro "Anschubkosten" investieren, um den Betrieb auf die gewünschten Touren zu bringen. Damit solle die Airbus-Flotte auf 30 Flugzeuge anwachsen. Lauda hatte am 16. März noch angekündigt, Partner von Lufthansa werden zu wollen.

Noch vergangene Woche hatte Lauda in Wien bei einem Pressegespräch zu den Ryanair-Gerüchten gesagt: "Ich weiß von null". Laudamotion wird von der Partnerschaft stark profitieren. Die Airline bekommt Zugang zur Ryanair Flotte und unseren finanziellen Ressourcen. "Laudamotion kann damit in einem Markt, der mit Austrian und Swiss von der Lufthansa Gruppe und ihren Hochpreistickets dominiert wird, rascher wachsen". "Gemeinsam mit Niki Lauda und seinem Team arbeiten wir daran Laudamotion - Österreich's Low Fare Airline groß zu machen", so O'Leary. "Die Eurowings/Lufthansa-Verhandlungen gehen genauso weiter wie vorher geplant", sagte Lauda. Laudamotion solle schnell und nachhaltig wachsen.

Und hat damit wieder einen publikumswirksamen Mega-Coup gelandet, der sein Business beflügeln wird. "Ein neuer Player in der Airlinewelt ist geboren und mein Ziel ist es, unseren Passagieren ein umfassendes Streckennetz zu günstigen Preisen zu bieten", so der stets geschäftstüchtige Mann mit dem roten Novomatic-Kapperl.

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